Gedanken

BDSM … alles nichts, oder?

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich BDSM toll finde?
„Jahaaa“ … maulen da so manche und irgendwie haben sie auch recht.

Als Extrovertit, der ich nun mal bin, laufe ich zwar nicht mit einem Schild in der Hand oder Laufschrift auf der Stirne herum, aber wer fragt, bekommt Antwort. Ergiebige Antwort. Und mache behaupten, ich würde dabei nicht mal auf den Punkt kommen.

„Jahaaa“ … höre ich mich sagen. Und vielleicht ist es einfach an der Zeit, das von der anderen Seite zu betrachten.

Auf Twitter habe ich mal die Frage gelesen, ob ein Mensch überhaupt noch sexuell aktiv sein darf, wenn er/sie keinen BDSM mag.

Klare Kante: Natürlich!

Auch wenn es sich so anhören mag: Wir hier, die wir Dunkles mögen, stehen nicht an der Spitze der sexuellen Intelligenz.

Ich denke, dass wir einfach anderes tun, was für uns „normal“ ist. Und das ist genau so „normal“, wie das andere „Normal“. Wir ficken nicht besser oder schlechter als jeder andere Mensch, nur weil wir uns gegenseitig fesseln und schlagen und foltern oder sonst wie. Unsere „Normalität“ ist einfach nur eine andere.

Wir drücken Liebe mit anderen Mitteln aus.

Es wurde viel geschrieben seit dem #50SOG in die Bücher, spätestens in die Kinos, kam. Und ja, die Menschen, die mit BDSM tun, haben sich unterschiedlich darüber aufgeregt und ausgelassen. Die ganzen „Stinos“, die nun denken, dass dies nun BDSM sei, wurden zT mit ähnlich verachtenden Blicken gesegnet, wie auch die BDSMer mit merkwürdigen Blicken bedacht wurden. Hat #50SOG nun eine Kluft zwischen die Menschheit getrieben? Also in die, die BDSM tun, die die BDSM verstehen und die, die dem Ganzen nichts abgewinnen können?

Leute, bitte, lasst mich eines festhalten:
Nichts spricht gegen eine Liebe zwischen Menschen, die einfach nur kuscheln, knutschen und stöpseln wollen.

Diese Form der Sexualität ist weder besser, noch schlechter als BDSM (oder andere Formen der Sexualität).
Wir sind halt „nur“ verschieden. Und das war es auch schon.

 

 

The Second Avengress … coming soon.

Es wurde schon ein wenig länger „unterm Tisch“ gehalten als üblich. Nur Diskretion ist halt eben nun mal Ehrensache.

Ich darf der verwunderten Lesegemeinde mitteilen, dass wir, wenn nicht nach Murphy „alles schief gehen kann, was schief gehen kann“, den #CircleOfFalbalus um eine weitere Dame bereichern werden. Zugegeben nach dem Weggang von M. schien dies einstweilen nicht so sicher, aber wir haben es dem Mut der Dame zu verdanken. Sie schrieb mich vor ein paar Wochen an und wollte „eigentlich“ nur wissen, wie das nun so alles geht.

Ich traf mich mit ihr auf einen Kaffee, ohne wirklich Ziele zu verfolgen, aber es wurde ziemlich schnell klar, wohin die Reise gehen könnte. Viele Stunden schrieben wir uns noch um die Ohren, natürlich mit dem Wissen von Hirnventrikel und Tara und loteten uns aus. Am Ende kam das erste Spieldate ebenso zügig. Mit der Besonderheit, dass Hirnventrikel auf ihr Beisein verzichtete, um es der Dame einfacher zu machen. Und nach diesem Wochenende stand fest, dass sie gerne dem Zirkel beitreten wollte.

Was nun noch fehlt, Zirkelregelngedöns, ist, dass die Hirnventrikel die Dame persönlich kennen lernen möchte. Nach allem, was wir bereits an diesem Wochenende besprochen haben (der Rest des Wochenendes im nächsten Eintrag), ist dies lediglich ein formaler Akt. Und danach werde ich sehr gerne auch Namen und Standort der neuen „Second Avengress“ bekannt geben.

 

… stay tuned.

Prosaisch

„Wenn du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht!“ –  Friedrich Nietzsche

Es ist erstaunlich, was aus diesem Mann so geworden ist. Als kleiner Mann so um die 30 halbwegs angekommen auf der dunklen Seite.
Jetzt mit 47 ganz exakt dort, wo er sein wollte. Lassen wir den Beruf mal beiseite (der ist ja immer irgendwie so lala) ist mein Privatleben derzeit intakt, wie es nicht besser sein kann.

Ich bin mit mir im Reinen. Ich bin ausgeglichen. Ich bin fest. Ich wackele wenig bis kaum.

Eine Bekannte sagte mir mal, ich sei dieser berühmte Fels in der Brandung und als Dom eine interessante Mischung aus extrovertierter Rampensau auf der einen Seite, niemals ruhig, immer den nächsten Kink im Auge, immer auf dem Weg neue Dinge zu bewegen um seine Frau und seine Sub glücklich zu machen und stiller, väterlicher Freund und Mann auf der anderen Seite, der zwar nicht immer einen Rat weiß, aber in dessen Arm man enthemmt weinen kann, jede Wortäußerung zwar wertet, aber nicht bewertet.

Ich bedanke mich sehr für dieses Kompliment.

Und ja … das ist dann wohl auch so. Das ist dann wohl dieses Angekommen im Leben. Das Angekommen sein bei sich selber.

Manche sagen, dass der Erfolg viele Väter hat, aber allen Unkenrufen zum Trotz wurde ich mehrheitlich durch Frauen domest…. ähm sozialisiert 😉
Und vielleicht liegt es auch daran, dass ich nicht so wie ein Mann ticke. Ich interessiere mich weder für schnelle Autos, noch für Kampfsport, teure Uhren, Fußball.
Meine Frau sagt immer, dass ich eher die Frau in unserer Beziehung bin. Und ich mag dem mittlerweile auch gerne zustimmen. Selbst wenn mich das ab und an „süß“ macht.

Ich habe im täglichen Leben eine lebensdevote Ader, ohne jedoch den Ansatz zu haben es allem und jedem Recht zu machen.
Ich mag mich gerne um meine Mitmenschen kümmern, halte so gut es geht mehr oder weniger Kontakt.
Ich werde kaum bis wenig laut, weil ich gelernt habe, was im leben wichtig ist und was nicht.
Vielleicht gehe ich mit einigen Dingen etwas sorgloser um, und meine Frau (und auch die Sub!) klopfen mir ab und an auf die Finger.

Mein Herz ist keine Einbahnstraße, sondern schüttet Liebe und Zuneigung aus. Ich mag mich nicht mehr an diesen Typen erinnern, der ich mal war.
Vielleicht bin ich auch gerade erst aus der Pubertät raus, wer weiß das schon so genau 🙂

Ziele, die ich verfolge, die verfolge ich. Gemächlich. In stressigen Situationen aber reagiere ich bestimmend. Schnelle Entscheidungen.

Ich habe zwei wundervolle Kinder und meine Tochter (11) ist eindeutig ein Vaterkind, auch wenn sie nicht meine leibliche Tochter ist. Sie wird eine hübsche, junge Dame werden und ich wünsche ihr, dass sie niemals auf so einen Typen trifft, wie ich es mal gewesen bin. Sie ist gerade so in der Mischung aus kleinem Mädchen und großer Tochter. Eine extrem spannende Zeit. Die Frau an meiner Seite wünscht mir dann immer viel Spaß, wenn sie ein Pubertier wird. Mein Sohn (8) ist wohl wirklich eine kleine Ausgabe von mir. Ein Miniextrovertit. Sie kennen das ja mit dem Apfel und dem Stamm. Ein kleiner Wadenbeisser und Charmeur, der nicht locker lässt. Er muss noch lernen, wann es Zeit ist aufzuhören und dann sollte es später auch mit den Frauen klappen. Ihm wünsche ich jemanden, der so ist wie meine Frau. Oder meine Sub. Jemand, der ihm charmant, aber bestimmt auf die Finger klopft. Er wird es brauchen.

Leute, das Leben fesselt. Es ist derzeit aufregend und spannend und mein Herz ist zum Bersten gefüllt. Selten zuvor, war ich mit mir im Reinen und Eins.

Und ich denke, dass in den Zeiten in welchen wir heute leben, die politisch ziemlich durchwachsen sind, wo rechtspopulistische Menschenverachter in die Parlamente zurückkehren, ihr mal etwas, einfach etwas sehr, sehr Schönes lesen solltet.

Martin

 

Der Dom und die lieben Subs … oder: Der 3er im BDSM

„Natürlich darfst Du alles wissen, aber das Wissen bringt Dich im ‚Kink‘ auch um den ‚Kink‘.“ – ~~ Master Falbalus


Es gehört zur ureigenen Aufgabe, aber es ist auch der ureigene Wunsch einer Sub. sich einfach auf Dinge einzulassen, die da so auf einen zukommen. Das Prinzip „Kontrolle abgeben wollen“ läuft dabei aber auch immer gegen „Kontrolle abgeben können“ und eine Tatsache, die sich niemals so wirklich abstellen lässt. Es ist menschlich, wissen zu wollen, was zumindest so im Groben geschieht oder geplant ist, um sich mental auf das eine oder andere einstellen zu können.

Der aufmerksame Leser dieses Blogs wird sich an einen frühen Artikel zum Thema „Dreier-Konstellationen“ erinnern? Wenn wir heute danach befragt werden würden, welche Konstellation uns liegt ist die #1-Auswahl immer noch das „MF f“ gefolgt vom „M ff“. Ab und an wird auch aus dem „MF f“ im Spiel ein „M ff“, weil ich das so entscheide und weil die Dynamik das einfach hergibt. Interessant wird es für mich vor allem dann, wenn meine Frau eine solche Spielsituation vorbereitet (in Zusammenarbeit mit der anderen Sub) und ich einfach hinein geschoben werde und so selber zügig adaptieren muss.

Wenn ich beschreibe „unsere #1“, dann ist das auch tatsächlich so, da uns ein 3er mit einer Frau im heimischen Umfeld, also in der Privatsphäre daheim, eher liegt und wir noch nicht darüber nachgedacht haben, auch mal einen Mann einzuladen. Letztlich wollen wir ja auch interessierten Damen die Möglichkeiten des BDSM näher bringen und nicht anderen Männern unsere Subs dort zuführen. Wenn es also um andere Männer geht (was ja früher oder später auf jede meiner Subs zukommt), dann werde ich die Sub immer „zu dem Mann bringen“, sprich wir fahren in ein Pornokino, gehen in einen Club, fahren in den Wald … oder eben in die Wohnung des anderen Mannes.

Wo wir bei Frauen durchaus einen bleibenden Kontakt wünschen (dafür der Zirkel), ist das bei Männern weniger der Fall. Gut möglich, dass in diversen Gangbangs ein und der gleiche Mann regelmäßig zum Zuge kommt, aber er wird immer ein anonymer Mensch bleiben. Das liegt im Übrigen nicht nur an mir, weil ich keine anderen neben mir dulde, sondern auch an meiner Frau. Die Unverletzlichkeit der Wohnung soll gewahrt bleiben und eine Sub wird „nicht so viel kaputt machen“, wie ein Dom eventuell „austicken“ kann. So der theoretische Gedankenansatz bis heute.


Wenn es nun an mein persönliches Kopfkino geht, dann favorisiere ich eindeutig den 3er mit zwei Subs. Ich bin heterosexuell und im Gegensatz zu einem „vanilla“-3er, wo der Mann sich von zwei Frauen bedienen lässt (er kann ja nicht beide gleichzeitig vögeln), ist der BDSM-3er anders. Ich muss beide Damen aktiv beschäftigen und zu ihrem „Recht“ kommen lassen.

Als aktiver Part bin ich in der Lage mir von der einen Sub das und von der anderen jenes zu holen. Ich kann Stimmung erzeugen („Knie‘ Dich hin und schau‘ zu, wie man meinen Schwanz richtig bläst!“) oder („Ich werde Dich nun bestrafen und DU dort schau‘ gut zu, damit Dir das Gleiche nicht passiert!“). Ich kann beide Frauen gleichzeitig mit dem Flogger bearbeiten oder mit dem MagicWand verwöhnen. Ich kann eine Sub „erheben“ und diese bearbeitet mit dem Flogger die andere Sub, während diese mich oral verwöhnt. Oder oder oder … Es ist ein fast unendliche Auswahl an Dingen und die meisten entstehen aus der Dynamik heraus.


Wenn es um die Richtung mit anderen Männern geht, so favorisiere ich mehrere Dinge. Einmal ist es das anonyme Treiben in Pornokinos und GloryHoles, aber auch die hohe Darbietung meine Sub in elegantem Outfit einer angenehmen, vorselektierten Auswahl anderer Männer in Anzügen in einem hübschen Hotelzimmer vorzuführen und zu überlassen. Meine Vorstellung geht dabei soweit, dass die Sub am Ende nur in Halsband, Halterlosen und High Heels bedient und die Herren nur Ihren Penis hervorholen und ansonsten angezogen bleiben.

Und ich lehne mich einfach zurück und genieße die Show.


Der Rest ist aber nun wirklich Kopfkino 😉

… was macht ihn an, den Mann?

Wer mir auf Twitter folgt, der hat sicherlich einen ganz bestimmten Eindruck, welchen Typ Frau ich wohl „bevorzuge“. So gesehen ist die beste Kombination: Rothaarig, Langhaarig, tätowiert und submissiv.

Der geneigte Leser lässt sich jedoch nicht all zu sehr ins Bockhorn jagen, denn ist es nicht öfter so, dass man seine „Traumfrau“ irgendwie im Kopf hat und man dies durch Bilder eben darstellen mag?

Meine Frau wird sicherlich mit den Augen rollen und mir zuraunen, dass ich sie nicht so auf ein Podest setzen soll, aber … nun ich muss zugeben, dass alle vier Elemente in Medulla vereinigt sind. Und es ist auch kein Geheimnis, dass der Hashtag #RedHairAddicted nicht von ungefähr kommt.

Dennoch darf ich ehrlich sein, dass obgleich ich mit Medulla zusammen bin, es dennoch so etwas wie eine Traumfrau gibt. Würde Naomi Campbell anrufen und fragen, ob ich ein wenig Zeit hätte, ich glaube, dass ich nicht wirklich zögern würde. Meine Frau hat übrigens ebenfalls einen Traummann, den sie garantiert nicht von der Bettkante stoßen würde, höchstens ins Bett hinein.

Traumfrauen/Traummänner sind eher diese Menschen, die man wohl gerne mal hätte, aber eher unerreichbar und deswegen relativ ungefährlich „anhimmelbar“ sind.

Ich muss wirklich intensiv darüber nachdenken, wie eine Frau sein müsste, um mir in den Niederungen, in welcher wir alle wohl so leben, gefährlich werden könnte. Und irgendwie komme ich da nicht auf einen grünen Zweig.

Natürlich sind langhaarige Frauen irgendwie schon favorisiert, weil ich einfach denke, dass Haare bei Frauen Schmuck sind und zwar weit vor den Möglichkeiten, die ein Mann mit den Haaren einer Frau machen kann. Offene Haare kann ich gut leiden, wenn es den Bereich der Erotik trifft. Hochgesteckte Haare sind es eher nicht, die mein Testosteron in Wallung bringen. Oder Dutts.
Manchmal frage ich mich soundso, warum Frauen sich lange Haare wachsen lassen, wenn sie diese ausschließlich in einem Dutt verbergen. Aber, das ist ein anderes Thema.

Weiblich muss die Frau sein, sie darf nicht männlich rüberkommen, wenn sie meine Aufmerksamkeit haben will. Wo im Alltag der Hoodie und die Jogginghose mich garantiert nicht davon abhalten Sex mit der Trägerin haben zu wollen, also bei einem Date darf es dann doch irgendwie … Kleid muss nicht, aber die Frau sollte dass, was sie hat auch zeigen. Ich muss Lust bekommen, das Geschenk auch auszupacken.

Vulgären Sprech lehne ich ganz eindeutig ab. Wenn ich eine Frau als Fotze, Hure oder Nutte beschimpfe, dann kommt das aus einem sexuellen Kontext heraus, welcher von der Frau gewünscht ist. Intelligenz ist äußerst sexy und ich habe auch keine Probleme damit, wenn eine Frau in irgendeinem Fach mehr drauf hat als ist. Und mich damit gegenmonologisieren kann.

… eigentlich: Eine Frau wie Medulla … irgendwie 🙂

Wenn wir von organisierten Dreiern reden oder Paaren, dann treten viele viele Dinge in den Hintergrund. Denn es geht grundsätzlich darum, dass Menschen sich treffen, die gerne mit anderen das ausleben möchten, was sie alleine auch schon machen.

Eine Frau ist dann interessant, wenn sie mit offenem Geist lebt und Dinge erfahren möchte. Die Ausprägung des BDSM spielt dabei nicht so sehr eine Rolle, denn ich kann Frauen gut spiegeln. Stumme Zustimmungen bin ich jedoch nicht in der Lage zu erkennen. Wenn man ein Date mit mir hat, dann ist das eine (Vor-)verabredung zum Sex. Alles andere ist Kaffeetrinken und bleibt dann auch dabei.

Originally posted 2016-05-12 22:45:09. Republished by Blog Post Promoter

Prinzipienreiterei

Da ist sie nun, die Frage nach den Prinzipien und was das genau ist und überhaupt und so. Irgendwo in diesem Blog ist die Antwort sicherlich schon mal aufgeschrieben worden, aber doppelt gemoppelt hält ja auch besser. Gestellt wurde diese Frage von @StephanieBhme1 und ich möchte sie gerne beantworten:


Das Siezen

Ich duze Dich und Du siezt mich. Das ist ganz einfach. Es ist eine Hürde vielleicht, aber für mich ist dies der Grundrespekt, die eine Sub ihrem Herrn gegenüber aufzubringen hat.

Das Siezen anderer Herrschaften

Warum solltest Du das tun? Jedenfalls nicht für mich. Wenn Du andere Herrschaften siezen magst, dann kannst Du das gerne machen. Da Du jedoch nur einem Herren dienst, benötigt auch nur dieser diesen grundlegenden Respekt.

Das Siezen anderer Herrschaften im Spiel

Dies wird erst dann für Dich zur Pflicht, wenn wir uns auch in einem entsprechendem Umfeld bewegen. Darauf werde ich Dich jedoch hinweisen.

Das Üben

Im Rahmen Deiner Möglichkeiten bekommst Du von mir ein auf Dich abgestimmtes „Korsett“ an Aufgaben, die Du für mich zu erledigen hast. Werden die ersten Regeln noch gemeinschaftlich erarbeitet, so gewinne ich daraus genügend Information um Dich später von mir alleine aus anzuleiten. Du wirst Deine Übungen dokumentieren (Foto, Video zB) und ein Strafbuch führen, wo Du dokumentierst, wenn Du was nicht gemacht hast. Wenn das RL Dich an etwas hindert, dann vorher bescheid sagen, dann gibt es auch keine Strafe.

Verfügbarkeit

D/s baut darauf, dass Dom und Sub sich begegnen. Und das in einer gewissen Regelmäßigkeit. Also mindestens zwei oder dreimal im Monat. Dinge können geschehen, die dies verhindern – keine Frage, aber dauerhaftes Zurückziehen von Terminen führt zu Frust auf beiden Seiten.

Psychlogische Freiheit

Wenn wir zusammen sind, dann sind wir Dom und Sub. Du bist dann weder Mutter, Schwester, Tochter oder Ehefrau. Du bist ganz bei mir. Sage lieber einen Termin ab, bevor es zu Problemen kommt. Ich verstehe das und kann damit umgehen. Kann mir ja auch so passieren. Kommunikation ist wichtig.

Offenheit

Denke immer daran, dass ich in allem ausnahmslos Gutes im Schilde führe. Schenke mir Deinen Mut, damit ich Vertrauen zwischen uns aufbauen kann. Niemals werde ich Dinge verlangen, von denen ich glaube, dass Du dazu nicht in der Lage bist. Oder die nicht in Deinem Kopfkino vorhanden sind. Solche „Prüfungen“ kommen eventuell viel viel viel später, wenn wir uns wirklich kennen.

Kleiderordnung

Ich bevorzuge die klassische 3H-Regel: Halsband, Halterlose, HighHeels. Alles in schwarz mit Spitze, aber ohne farbliche Kinkerlitzchen, oder Schleifchen. Schlicht. Einfach. Gut.
Darüber dann vielleicht ein kleines Schwarzes, Rock und Bluse, aber niemals Hosen. Und erst recht keine Unterwäsche.

Wie Du Dich in Deinem RL kleidest ist mir übrigens völlig egal. Wir machen hier ja kein 24/7. Es sei denn, es ist Dir persönlich wichtig auch eine Kleiderordnung für das RL zu haben. Dann reden wir gerne auch darüber.

Rituale

Es wird Begrüßungsrituale geben, Verabschiedungsrituale und was mir sonst noch einfällt. Diese tun garantiert nicht weh. Ich suche Deine Disziplin und nicht deine Entschuldigung. Rituale sind mir extrem wichtig, deswegen trainiere ich diese mit Dir ausgiebigst, bevor diese scharf gestaltet werden.

Kein GV

Eiserne Regel. Ich beschlafe meine Subs nicht. Das ist nicht nur das Veto meiner Frau, sondern auch grundlegende Ansage von mir. Wir können alles miteinander ausprobieren, aber hier ist die rote Linie. Das muss Dir klar sein.

Mindestdienste

Ich erwarte, dass Du Blowjobs zelebrieren willst. Du musst nicht unbedingt schlucken, wenn Du das nicht möchtest, aber auch nicht in den Mund aufnehmen und dann aufs Klo rennen. Ich bin ein Voyeur und schaue Dir zu. Ich will das genießen, was ich sehe. Punkt. Du wirst Dich mit dem Gedanken anfreunden müssen, dass Du irgendwann von anderen Männern beschlafen wirst. In meinem Beisein natürlich.

Keine Geheimnisse

Du kennst meinen Namen, Anschrift und Handynummer. Und ich bekomme Deine Daten. Punkt.


Es kann sein, dass meine Prinzipien völlig von denen anderer Herrschaften abweichen. Aber BDSM ist eben ein weites Feld und jeder macht es so, wie er/sie es für richtig erachtet. Ich zwinge niemanden mehr von sich zu verlangen, als hier steht. Das finden wir dann in gemeinsamer Kommunikation heraus. Schließlich sind das hier nur Mindestanforderungen. Am Ende natürlich auch nicht in Stein gemeißelt, aber sicherlich eine gute Grundlage dafür, ob man sich dem #CircleOfFalbalus nähern mag oder nicht.

Bucketlist … oder: Persönliche Wünsche

Was wünscht sich eigentlich ein Dom so …?
Gestatten wir uns einfach mal einen Blick in die niederen Niederungen dieses Schreiberlings.


„Ich möchte bald heiraten, aber ich habe das Gefühl, dass meine Verlobte den letzten Schliff braucht. Sie ist schon gut ausgebildet, aber ich würde gerne sicher gehen.“

Dieser formale Überlassungsgedanke ist sicherlich bei dem ein oder anderen Dom verwurzelt, aber es gibt kaum Doms, die so eine Möglichkeit aktiv anbieten.
Mit dem Regelwerk eines anderen Doms ausgestattet prüfen, ob eine Sub tatsächlich was „taugt“.

Was auf den ersten Blick extrem Frauen feindlich erscheint, beruht jedoch wahrscheinlich auf dem tiefen Wunsch des Paares, dieses mal ausleben zu können.
Die Herren führen Vorab-Gespräche, und dann wird die Dame für einen Zeitraum X übergeben.

Nun … sprechen Sie mich einfach an. Allerdings geht das nur gegen Auslagenersatz.


„Ding-Dong. Ich soll Ihnen diese Nacht während des Hotelaufenthaltes zur Verfügung stehen.“

Ja … das wäre mal was. Meine Sub oder meine Frau oder beide spinnen im Hintergrund Fäden und schicken mir eine Frau auf mein Zimmer. Das muss keine Prostituierte sein, sondern vielleicht eine sehr neugierige Dame aus meiner Twittergefolgschaft.


„Bring in a Friend“

Als Abwandlung vom „Ding-Dong“ bringen Hirnventrikel oder Tara einfach eine weitere, mir vielleicht auch unbekannte, Frau einfach zu einem Date mit.

#TheTrainingOfO … ist kein Hexenzauber.

„Eines ist sicher. Es wurde noch nie so heiß gegessen, wie es gekocht wurde.“

Es gibt da so Hashtags, die ich auf Twitter gerne benutze und manchmal auch in Kombination. Der geneigte Leser wird sicherlich schon von #CircleOfFalbalus, #PossibleParcours oder eben auch #TheTrainingOfO gelesen haben. Interessant wird es für mich immer dann, wenn ich alle drei gemeinsam nutze mit dem Hinweis „Master’s Hints“. Und es gibt Menschen unter euch, die mit allen drei Hashtags etwas anfangen können und andere können das nicht und … nun ihr seid hier auf dem Blog und mit etwas Glück wird sich sicher das ein oder andere erschließen.

Ganz lustig finde ich, wenn jemand zu mir sagt, er/sie habe das ganze Blog hoch unter runtergelesen und ihm/ihr seien die Begriffe irgendwie nicht untergekommen. Dies hat wahrscheinlich den Grund, dass das Blog auf Handys merkwürdig aussieht (man kann mir das durchaus mitteilen!) oder eben, dass es zuviel Inhalt ist (und damit verwirrt und noch mehr Fragen aufwirft) oder es versucht jemand eine Verbindung zu mir aufzubauen ohne das Blog je gelesen zu haben. Letztere bitte nicht. Danke 🙂

Wer meine Notizen im Blog eifrig verfolgt, der wird mitbekommen haben, dass ich mich durchaus für eine „O“ interessiere. Diese anzuleiten, auszubilden, zu trainieren und dann auch zu beschäftigen. Nicht jede Sub oder Sklavin taugt dazu. Es gehört ein ganz gewisses Standing in diese Rolle, die frau entweder mitbringt (was das Einfachste wäre) oder unter Anwendung erzieherischer Methoden für sich selber ausprägt (nicht immer leicht – für beide!). Dennoch ist #TheTrainingOfO kein Hexenzauber.

Wer sich im Internet schlau machen möchte, der stößt natürlich auf die Kolleginnen und Kollegen von kink.com. Viel interessanter als die ganzen Videos um alles, was BDSM ausmacht (und in Dimensionen vordringt, wo nie ein Herr Mewes gewesen ist und niemals vordringen wird) könnte jedoch die Dokumentationswebsite http://www.behindkink.com/ sein. Dies nur mal so als Hinweis.

Wie ich jedoch bereits an anderer Stelle ausführlich formulierte, mag ich mir das eine oder andere gerne anschauen, aber am Ende ist das „Training of O“, wie kink.com es darstellt, garantiert nicht mein #TheTrainingOfO. So könnte ich ausführen, dass mir die geldlichen Mittel fehlen um entsprechende Szenerien wie „The Upper Floor“ oder „Hogtied“ wirklich und vollständig auszubilden. Inklusive Gerätschaften et cetera. Mal ganz abgesehen davon, dass dies tatsächlich so ist, ist es eben nicht mein „kink“. Wenn sich also jemand für mein #TheTrainingOfO interessiert, dem werden ganz andere Dinge begegnen und geschehen.

Meine Person ist „D/s“-sozialisiert und weniger im „SM“ verhaftet. Was nicht bedeutet, dass ich eine gute und lange Session mit Hirnventrikel (kann auch mal eine oder zwei Stunden am Stück gehen) nicht schätze. Mein „SM“ wird jedoch ganz stark von „D/s“ infiltriert und ausgearbeitet. Mir ist Erotik extrem wichtig. Ich ziehe nur wenig Lust daraus einer Frau physischen Schmerz zu bereiten, nur des Schmerzes willen. Das ist mir persönlich einfach zu öde. Dass ich Tränen produziere hat immer ein Ziel und einen Zweck. Er ist von tiefer Verbundenheit zu der Person getragen, die ich vor mir habe. So habe ich mal getwittert, dass ich eine Frau genau so wenig schlagen kann, wie ich einfach so mit einer Frau vögeln kann.

Was und wie genau mein #TheTrainingOfO ausschaut, kann ich nur im Ansatz aufzeigen. Jede Sub oder Sklavin hat eigene Kinks, die ich im Rahmen meiner eigenen Möglichkeiten bediene. Jedoch haben sich alle Subs im #CircleOfFalbalus folgendem Kanon unterworfen.

a) Ein Blowjob ist wichtiger als Vögeln.
b) Ich werde fremdgefickt.
c) Mein Herr schlägt mich, weil er es will und nicht als Strafe.
d) Teile meiner Ausbildung finden in der Öffentlichkeit statt.

Wenn eine unerfahrene Frau, die sich für BDSM interessiert, sowas liest und keinen gefestigten Stand im eigenen Leben hat (hat übrigens nichts mit dem Alter zu tun!), so wird sie einstweilen erschrecken. Und ich kann das auch verstehen. Aber wer dieses Blogs eingehend studiert hat, der wird wissen, dass ich keine Sub oder Sklavin gleich als „O“-Trainee annehme.


Schritt Eins – Das Einspielen

Sub/Sklavin und Dom müssen sich kennen lernen. Diese Phase ist mit extrem viel Kommunikation und Austausch verbunden und das lange bevor ein Flogger durch die Gegend zischt.
Vielleicht auch sehr lange, bevor man sich das allererste Mal überhaupt sieht. Ich wünsche mir eine natürliche Bindung zur Sub/Sklavin, die auf beider seitigem Vertrauen basiert. Und es ist mir nicht möglich den festen Riemen auf die Orgel zu ziehen, bevor D/s alleine genommen funktioniert. Regeln werden eingeübt, Körperhaltungen, Anreden. Ich bin da recht formal geprägt und nur in dieser Zeit kann auch eine echte Prägung der Sub/Sklavin auf den Dom geschehen. Und eben auch anders herum.


Schritt Zwei – Öffentliche Auftritte

D/s bedeutet für mich auch, dass man mal ein Pornokino besucht. Die Dame ein wenig zur Schau stellen, anfassen lassen, ein Blowjob hier und da. Aber alles in Maßen und vor allem im Tempo der Sub/Sklavin. Ich bin kein Einpeitscher. Ich wünsche mir, dass die Sub/Sklavin versteht, dass sie sich jederzeit auf mich verlassen kann und dass ich sie stets beschütze und nicht einfach nur den Dingen ihren Lauf lasse. Gerade in diesem Aspekt wird echtes Vertrauen geboren, und zwar in beide Richtungen.


Schritt Drei – Der Schmerz

Schmerz ist in meiner Sexualität vorhanden und dennoch möchte ich klar stellen (zur Sicherheit), dass ich kein Sadist bin. Mir steht es nicht nach Blut oder Nadeln. Tara kann da sicher ein leidvolles Lied von Singen, aber sie betont stets: „in dubeo pro isso“. Was nicht bedeutet, dass ich den Schmerz nicht bediene. Dafür muss aber auch meine Tagesform stimmen, weil auch ich genügend Adrenalin brauche, um meine eigenen Grenzen zu testen.


Schritt Vier – Die „O“

Zu diesem Zeitpunkt sind vielleicht zwei Jahre vergangen und man ist eingestellt aufeinander und hat sich im „kink“ gefunden. Grundsätzliche Kommunikation über Probleme, Hindernisse et cetera sind nicht mehr in vollem Umfang notwenig. Mein Formalismus erlaubt jedoch nur einen Schritt eine „O“ anzunehmen. Sie muss mich darum bitten, meine „O“ sein zu dürfen. Und dies mündlich im Beisein meiner Frau in einer Zeremonie, die sich die Sub/Sklavin selbst ausgesucht hat.

Der werte Leser mag nun denken, dass dies eine wirklich hohe Hürde ist. Und der werte Leser hat völlig Recht. Das ist es auch. Noch viel mehr als Sub oder Sklavin verbindet die „O“ für mich beide Formen des Sexualität und noch viel mehr bietet sich die Gespielin an mein „Eigentum“ zu werden. Rechtlos, aber nicht bedeutungslos mit dem einzigen Recht zu gehen. Ohne Wiederkehr.


Allen meinen Subs (ja, auch Hirnventrikel) gebe ich die Möglichkeit sich in „O“-Momenten auszuleben. Das sind Dinge, die vorher weder kommuniziert sind oder angedeutet. Ich bin dann auch anders im Umgang und führe eben dann nicht mehr die gute Freundin Tara oder meine Frau Hirnventrikel. Ich führe dann eine „O“ für wenige Stunden mit einem Regelwerk, welches ich vorgebe und von dem ich erwarte, dass es widerspruchslos angenommen wird. Wie es sich eben für eine „O“ gehört. Am Ende findet natürlich Kommunikation darüber statt. Und Dinge werden verworfen im Rahmen der „Business Meetings“ oder ich höre ein „Ja, bitte … unbedingt, mein Herr!“. Nennen wir es einfach mal so, dass die Sub/Sklavin sich mit den Freuden einer Teilzeit-„O“ auseinandersetzen kann mit allen Möglichkeiten, die eine Sub/Sklavin bei der Mitsprache hat. Und aufgrund dieser Erfahrungen mit mir, kann die Sub/Sklavin entscheiden, ob sie mir einen Antrag macht oder nicht.

Dabei steht nicht zur Debatte, dass eine Sub/Sklavin eine schlechte Sub/Sklavin ist, wenn sie mich nie fragt. Denn, wenn sie fragt lebt sie auch mit der Unsicherheit, dass ich ablehne.

Die „O“: Eine Gedankenreise ins reale Leben.

Inspiriert von der wunderbaren @Crimson_Silk (https://twitter.com/Crimson_Silk) durch ihren Tweet (https://twitter.com/Crimson_Silk/status/847349527950499840) in Verbindung mit „Die Geschichte der jO“ (https://www.amazon.de/Geschichte-jO-Johanna-Koltai-ebook/dp/B01B6PZ9NA/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1457528052&sr=8-1&keywords=geschichte+der+jo) von @sklavin_johanna (https://twitter.com/sklavin_johanna) lade ich Euch ein, mal eine ernsthafte Gedankenreise zu machen.


Ich habe sicherlich schon viel dazu geschrieben, was ich meine denken zu dürfen, was eine gute Sub/Sklavin/“O“ zu sein, tun oder lassen hat.
Sicherlich ist nicht unbekannt, dass meine ureigene Definition der Submissivität zwischen Sub und Sklavin unterscheidet und die „O“ weit darüber hinaus eine Verbindung beider Formen darstellt.

Mit dieser These stehe ich in ständigem Diskurs mit mir selbst. Was andere Herrschaften davon halten oder wie diese das sehen ist für mich ebenfalls interessant zu wissen, und in Nuancen nehme ich Dinge, die ich neu lernen kann auch in meine Definition mit auf. Aber eben nur in Nuancen. Auf der anderen Seite sind es auch die Damen im #CircleOfFalbalus, die mich unbewusst und ständig darüber nachdenken lassen. 
Dennoch: Mein Bild der „O“ ist ein gefestigtes, wenig dynamisches Bild. Weil ich halt in dieser Denke angekommen bin. Was mich heute beschäftigt ist, wie es möglich sein kann, neben den Dingen im realen Leben (Hausfrau, Ehefrau, Mutter, Tochter, Schwester, Tante, Selbstständige, Angestellte, …) eben auch die willenlose Geliebte zu sein … und zu bleiben. Los geht’s.


 

„Die Hauptzeit verbringe ich damit mein Leben zu organisieren, da bin ich halt nicht immer ’sexuell‘ drauf.“

Ich möchte Dich nicht bedrängen. Darauf nehme ich Rücksicht. Aber es ist mir persönlich egal, ob Du ’sexuell‘ drauf bist. Ich schicke Dir eine Nachricht per „WhatsApp“ und es ist immer möglich innerhalb einer definierten Zeit darauf zu reagieren. Ich will Dich nackt sehen, also suche Dir die nächste Möglichkeit. Eine Toilette ist immer in der Nähe, die Du hinter Dir abschließen kannst. Immer. Ohne Ausnahme. Rund um die Uhr. Und selbst, wenn diese noch so dreckig sein mag. Der Vorgang als solcher dauert keine zwei Minuten, also los. Mache mich glücklich.

Ich lasse das mal so stehen und komme später darauf zurück.

Womit Frauen die meisten Probleme haben ist, jemanden zu erlauben so tief in ihr Leben eingreifen zu können. Obwohl ein Nacktselfie jetzt echt nicht brutal ist. Da steht ja nichts von „Suche Dir einen Schwanz und schicke mir ein Foto, wie Du ihn bläst“, richtig? Alleine, dass so eine „WhatsApp“ kommen könnte zu einem Zeitpunkt, wo es gerade nicht so passt. Du musst es Dir gedanklich so bequem machen, dass sowas zu jederzeit passieren kann und dass Du bereit dafür bist. Dass Du Dich darauf freust, wenn sowas passiert. Auch wenn es nicht passt. Weil Dein Herr jetzt in diesem Augenblick intensiv an Dich denkt. Ist das nicht toll?

Es geht um eine Umkehr der Gedankenwelt, dass egal, was und wann es kommt, ich mache ihn glücklich und er ist stolz auf mich, wenn ich Dinge mache, auch wenn diese unbequem sind. Dazu darf der werte Leser gerne „M“ (https://twitter.com/discret_servant) befragen. Sie ist Mutter und alleinerziehend. Keine „O“, aber gegen den Frust, den einige Aufgaben so erzeugen, arbeitet sie mit dem Willen, mich glücklich zu sehen. Und dann bin auch ich bereit die Zügel in bestimmten Lebenssituationen völlig locker zu lassen, weil das reale Leben halt wichtiger ist als der Kink. Hierzu kann und darf Tara (https://twitter.com/Tarasropes) gerne Zeugnis abgeben. Sie ist als Studentin prinzipiell völlig frei und unabhängig und tendenziell ist das die beste Grundlage für eine „O“, diese nach Lust und Laune zu beschäftigen. Wenn ich Tara wiedersehe, werde ich sie aber fast zwei Monate nicht gesehen haben. Und das #AusGruenden und zwar sehr nachvollziehbaren und guten.

„O“ sein ist ein Mindset und kein „Kink“, den man ein- und ausschalten kann. Das gilt für die Sub und die Sklavin ebenso, nur haben die es wesentlich einfacher. Sie können das reale Leben „vorziehen“ und „aussteigen“. Da habe ich keine Probleme mit. Deswegen ist das „Training of O“ bei mir kein Ding, was von Beginn an startet, weil es realisitisch betrachtet einfach nicht geht. Der Herr einer „O“-Novizin muss sie meiner Meinung nach erstmal als Sub oder Sklavin führen, um zu spüren, ob „O“ mit ihr möglich ist oder nicht. Sonst würde er die Dame überfordern. Und wohl auch sich selber, es würde zu mehr Frust als Lust führen.

Und, der werte Leser darf mir das gerne glauben und bei meiner Frau Hirnventrikel (https://twitter.com/Hirnventrikel) nachfragen: Würde eine Frau zu mir kommen und meine „O“ sein wollen, gleich zu Beginn vom Fleck weg, dann würde sie erstmal von der Senior-Sub des #CircleOfFalbalus mit Terminen zugeschüttet werden ohne irgendwelche Rücksicht auf persönliche Befindlichkeiten. Nur um zu demonstrieren, dass das so einfach nicht funktioniert.

(Update 31.03.2017: Die Frau hat Kopfkino.)

Eine „O“ bringt ihr Leben so in Ordnung, dass sie auch „O“ sein kann. Weil sie es will. Nicht weil es von ihr gefordert wird. Ich rate dringend davon ab. Die Senior-Sub kann da recht dominant unterwegs sein.


„Was bedeutet das mit dem ‚Leben in Ordnung bringen‘?“

Du musst Dein Leben nicht wirklich umorganisieren. Deine familiären Verpflichtungen haben immer und ausnahmslos Vorrang. Ich habe sowas ja auch (Oh, Wunder). Wenn Du jedoch einen Termin platzen lässt, und wenn noch so nachvollziehbar, dann muss Dir bewusst sein, dass Dein Herr sich das notiert und entsprechend reagieren wird. Eine „O“ muss nicht fair behandelt werden. Sie hat kein Recht darauf. Demütigung gehört zur Demut einfach dazu. Ist im Preis enthalten. Ganz einfach. Deswegen muss du Dir darüber im Klaren sein, dass die Wünsche der Herrschaft immer Vorrang haben (Ausnahme siehe oben), aber Du im Zweifelsfall eben nicht an der Jahreshauptversammlung des Karnickelzüchtervereines teilnimmst, wenn Dein Herr Dich züchtigen will. Es geht um Prioritäten. Und Du musst Deine Herrschaft zu Deiner Priorität machen. Nichts anderes ist mehr wichtig.

„Aber ich habe doch auch ein soziales Leben so?“

Wenn Du auf den 50. Geburtstag Deiner Besten Freundin eingeladen bist, dann wird die Herrschaft Dich sicher nicht belästigen. Absprachen sind notwendig. Rechtzeitige. Dennoch kann es passieren, dass die Herrschaft Dir vielleicht aufdrückt, dass Du Dir dort einen Mann aufgabelst, den Du zu verführen hast. Und als „O“ wirst Du das machen. Verlasse Dich auf subtile Dinge, die Dich immer mit Deiner Herrschaft in Verbindung bringen werden.

„OMG … ich kann doch nicht einfach …!“

Echt? Du bist doch im realen Leben frei und unabhängig. Wer weiß denn schon (vor allem irgendein Mann!), dass Du meine „O“ bist und das für mich machst? Würde Deine Beste Freundin sich nicht auch irgendwie für Dich freuen, wenn Du ansonsten „keinen“ Partner hast, dass es mal schnackelt? Und außerdem, wo habe ich Dir gesagt, dass Du es nicht auch subtil angehen kannst? Versteckt? Schneller Blowjob irgendwo reicht doch völlig aus. Leben den Moment. Habe Spaß dabei. Genieße die Wirkung, die Du auf die Männer hast. Du bist doch als „O“ viel wertvoller als jeder Mann, der Dir sein Sperma ins Dekolleté spritzt, während dessen Ehefrau im Nebenraum sich die zweite Haxe vom Buffet holt. Du kannst mit erhobenem Haupt aus der Situation gehen, während „Onkel Heinz“ sich mit seinen Gedanken plagen wird. Das musst Du nicht zu Deinem Problem machen. Als „O“ hast Du die Macht in solchen Situationen. Dieses Bewusstsein ist wichtig, Alles andere ist völlig bedeutungslos.

Und wo habe ich gesagt, dass es „Onkel Heinz“ sein muss und nicht jemand vom Catering-Service, den Du wahrscheinlich niemals wiedersehen wirst? Denke doch einfach bitte mal nach. Du hast es doch in der Hand den Wunsch der Herrschaft nach Deinem Gusto umzusetzen? Oder?

Es geht darum, dass Du Dir bewusst wirst, dass Du ein Werkzeug der Herrschaft bist um deren Kopfkino zu bedienen und Du machst andere zum Werkzeug, damit Du dieses Kopfkino bedienen kannst. Ist es nicht am Ende so, dass es in Deinem Kopf nicht Dein Herr ist, der Dir sein Sperma ins Dekolleté spritzt?


Frauen sind extrem soziale Wesen. Sie sind in aller Regel diejenigen, die die größere Sozialkompetenz haben um Familie und Freunde zusammen zu halten. Deswegen denken sie in aller Regel immer in alle Richtungen. Ausgleichend, Beruhigend, Beschwichtigend. Ein böser Herr würde nun hingehen und Dich sozial vereinsamen lassen und Dir ständig in die Quere kommen und am Ende haben Dich alle verlassen. Und nachdem der Herr seine Psychospielchen mit Dir durchgespielt hat, lässt er Dich auch fallen und geht zur nächsten weiter. Aus diesem Grund muss eine Sub oder Sklavin sich selber extrem gut prüfen, ob sie bereit ist dieses Risiko einzugehen, offiziell eine „O“ werden zu wollen / sein zu wollen. Als soziales Wesen weiß eine Frau jedoch, ob ein Mann ihr gut tut oder nicht. Sollte sie zumindest.

Und auch auf der anderen Seite der Leine (also bei mir) wird extrem abgeprüft, ob ich für jene Frau eine gute Führung sein kann oder nicht. Darüber rede ich auch mit meiner Frau, das mache ich nicht mit mir alleine aus. Das ich eine „O“ führen möchte und kann das weiß ich, aber ich weiß auch, dass ich nicht jede Frau führen kann und nicht jede ausgebildete „O“ würde meinen Stil als Herr akzeptieren und meine „O“ sein wollen / können.


„Hmmm … ich bin nachdenklich.“

Ich bitte darum. Denn eine „O“ sein wollen ist eine Noch-Mehr-Veränderung in Deinem Leben, als einfach mal einen „Abend der O“ irgendwo zu besuchen. Wobei ich mich dennoch auch vor jenen Damen verneige, die auf diese Art und Weise sich der „O“ nähern, weil es im sonstigem Leben einfach nicht geht. Es gibt hunderte valide Gründe, die „O“ in sich nur zu bestimmten Zeiten raus zu lassen. Niemand wird gezwungen. Wer jedoch Interesse daran hat eine „O“ zu führen, für den wird dies am Ende des Tages zu wenig sein? Manche Herren, so bilde ich mir das ein, denken einfach nur an eine Sexklavin und behandeln diese ohne jeden Respekt. Persönlich denke ich da aber eher an eine respektvolle Respektlosigkeit.

Ein Herr muss sich darüber im klaren sein, dass eine „O“ noch viel mehr als andere Subs oder Sklavinnen den Kontakt braucht und ohne diesen verkümmert. „Die Geschichte der jO“ ist da wirklich ein gutes Einstiegswerk, wie man von Roissy damals nach Berlin heute kommt. Und ich kann jeder Frau, die mit dem Gedanken spielt, ob diese Lebensweise etwas für sie ist, nur dringend empfehlen beide Werke zu lesen. Roissy ist für mich mehr Romantik, Berlin die harte Realität. Die Autorin beschreibt autobiographisch, um was es in modernen Zeiten gehen kann und gibt sehr viel von emotionales Gedankengut weiter. Um wie Johanna sein zu können, muss man jedoch extrem jung, wild und frei sein. Keine Bindungen, Kinder, Familien oder sowas. Das geht nicht für die Mütter, Ehefrauen, Töchter und Schwestern. Aber Teilaspekte sind machbar.

Nur … bist Du wirklich bereit dazu? Würdest Du Dich nun nackt vor Deine Kamera stellen und einem fremden Mann per „WhatsApp“ einfach mal ein Bild schicken?
Im Blog auf der Einstiegsseite ist meine Handynummer. Das könnte eine Aufgabe für eine „O“ sein.

Danke fürs Lesen.

Master Falbalus

Negativ – Die Liste oder: Was ich nicht mache(n kann oder will).

Es sagt sich ja für einen Dom immer so leicht daher, dass eine Sub sich nicht so viele Schranken aufbauen soll.
Sie soll offen sein für Neues, Spannendes, Erregendes – auf das sie dem Dom gefalle als lüsterne Gespielin. Und das nicht zu ihrem Nachteil.

Doch auch Doms haben Grenzen … ich probiere mich mal:

Kaviarexzesse
Egal, was kommt. Ich werde Dich niemals anscheißen oder anscheißen lassen.
Das liegt vollkommen außerhalb meiner Komfortzone.
Wenn dies für Dich als Sub ein Ziel ist … dann gehe bitte einfach weiter.

Vomming
Es soll Doms geben, die ihre Sub solange in den Mund penetrieren, bis diese sich übergeben müssen.
Als eine Art „Arbeitsunfall“ mag ich das hinnehmen, aber niemals mit Absicht herbeiführen.

Blut
Nadeln, Ritzen und andere Dinge, die bewusst darauf abzielen blutende Wunden herbeizuführen, sind meine Sache nicht.
Wenn mal eine dunkelrötliche Strieme beim Auspeitschen übrig bleibt, dann ist das okay. Also wie beim „Arbeitsunfall“ zu 2.

Petplay
Ich ficke keine Katzen, Hunde oder anderes Getier. Ich dressiere keine Pferde und melke keine Kühe.

Ageplay
Extreme Altersunterschiede zwischen Partnern sind grundsätzlich nicht das Problem.
Aber so zu tun, als sei jemand ein Baby oder minderjährig oder meine Oma oder so? Nein, danke!

Homoerotik
Jetzt kommt der Satz, den ich schon immer sagen wollte: Ich bin nicht homophob, aber ich spiele nicht mit Männern.
Meine Sexualität ist grundlegend heterosexuell und auch nicht bi-neugierig.
Da spielt auch nicht rein, dass ich gerne Schwänze blase. Keineswegs. Denn das reicht nicht fürs Bi-Sein.
In gewissen Dynamiken geht der Flogger sicher mal auf einem Mann nieder.
Aber ich würde mich nie mit einem Mann treffen – tut mir leid.

Sadismus / Masochismus
Ich beherrsche meine Libido. Und nehme mich dann auch gerne zurück.
Je nach Örtlichkeit/Veranstaltung ist das Beschlafen einer Sub auch nicht angemessen.
Aber ich habe keine Sub, die nur geschlagen werden möchte. Weil ich eben kein reiner Sadist bin.

Wunschzettelsubs
Die Sub markiert die Grenzen und in denen bewege ich mich frei.
Ein gewisses „MiMiMi“ gehört immer dazu, aber je länger man zusammen ist, umso weniger muss es werden.
„MiMiMi“ ist ein Lustkiller … so einfach ist das.
Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich meinen Teil dazu beitragen muss, dass das „MiMiMi“ verstummt (oder nicht mehr angesprochen wird).
Natürlich hat eine Sub immer ein gewisses Mitspracherecht auf Augenhöhe.
Wer jedoch einen Dom in seinem Leben haben will, der akzeptiert ihm zu Diensten zu sein. Auch wenn es gerade mal nicht passt.
Ende der Geschichte.

Bondage
Ich werde zu Fesselungen mit Seil wohl nie einen wirklichen Bezug bekommen.
Zu aufwendig und zu langwierig. Fesseln aus Stahl sind effektiver.

Harter Sex
Ich kann leider nicht stundenlang rammeln und möchte das auch nicht.
Das Leben ist nun mal leider kein Pornofilm.

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