Definitionen

Negativ – Die Liste oder: Was ich nicht mache(n kann oder will).

Es sagt sich ja für einen Dom immer so leicht daher, dass eine Sub sich nicht so viele Schranken aufbauen soll.
Sie soll offen sein für Neues, Spannendes, Erregendes – auf das sie dem Dom gefalle als lüsterne Gespielin. Und das nicht zu ihrem Nachteil.

Doch auch Doms haben Grenzen … ich probiere mich mal:

Kaviarexzesse
Egal, was kommt. Ich werde Dich niemals anscheißen oder anscheißen lassen.
Das liegt vollkommen außerhalb meiner Komfortzone.
Wenn dies für Dich als Sub ein Ziel ist … dann gehe bitte einfach weiter.

Vomming
Es soll Doms geben, die ihre Sub solange in den Mund penetrieren, bis diese sich übergeben müssen.
Als eine Art „Arbeitsunfall“ mag ich das hinnehmen, aber niemals mit Absicht herbeiführen.

Blut
Nadeln, Ritzen und andere Dinge, die bewusst darauf abzielen blutende Wunden herbeizuführen, sind meine Sache nicht.
Wenn mal eine dunkelrötliche Strieme beim Auspeitschen übrig bleibt, dann ist das okay. Also wie beim „Arbeitsunfall“ zu 2.

Petplay
Ich ficke keine Katzen, Hunde oder anderes Getier. Ich dressiere keine Pferde und melke keine Kühe.

Ageplay
Extreme Altersunterschiede zwischen Partnern sind grundsätzlich nicht das Problem.
Aber so zu tun, als sei jemand ein Baby oder minderjährig oder meine Oma oder so? Nein, danke!

Homoerotik
Jetzt kommt der Satz, den ich schon immer sagen wollte: Ich bin nicht homophob, aber ich spiele nicht mit Männern.
Meine Sexualität ist grundlegend heterosexuell und auch nicht bi-neugierig.
Da spielt auch nicht rein, dass ich gerne Schwänze blase. Keineswegs. Denn das reicht nicht fürs Bi-Sein.
In gewissen Dynamiken geht der Flogger sicher mal auf einem Mann nieder.
Aber ich würde mich nie mit einem Mann treffen – tut mir leid.

Sadismus / Masochismus
Ich beherrsche meine Libido. Und nehme mich dann auch gerne zurück.
Je nach Örtlichkeit/Veranstaltung ist das Beschlafen einer Sub auch nicht angemessen.
Aber ich habe keine Sub, die nur geschlagen werden möchte. Weil ich eben kein reiner Sadist bin.

Wunschzettelsubs
Die Sub markiert die Grenzen und in denen bewege ich mich frei.
Ein gewisses „MiMiMi“ gehört immer dazu, aber je länger man zusammen ist, umso weniger muss es werden.
„MiMiMi“ ist ein Lustkiller … so einfach ist das.
Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich meinen Teil dazu beitragen muss, dass das „MiMiMi“ verstummt (oder nicht mehr angesprochen wird).
Natürlich hat eine Sub immer ein gewisses Mitspracherecht auf Augenhöhe.
Wer jedoch einen Dom in seinem Leben haben will, der akzeptiert ihm zu Diensten zu sein. Auch wenn es gerade mal nicht passt.
Ende der Geschichte.

Bondage
Ich werde zu Fesselungen mit Seil wohl nie einen wirklichen Bezug bekommen.
Zu aufwendig und zu langwierig. Fesseln aus Stahl sind effektiver.

Harter Sex
Ich kann leider nicht stundenlang rammeln und möchte das auch nicht.
Das Leben ist nun mal leider kein Pornofilm.

House Rules (by quantumsatis.tumblr.com)

House Rules

Diese Regeln sind sicherlich nicht alle im normalen Leben ganz genauso anwendbar. Aber es lohnt sich, sich grundsätzlich damit auseinander zu setzen, wenn man in einer BDSM-Beziehung die submissive Rolle einnehmen mag.

Viele Regeln sind mittlerweile noch hinzugekommen, aber ich belasse es erstmal bei den „Originalen“. Wichtig ist, sich ein Bild über seine Gefühle dabei zu machen. Was ist kein Problem, was ist weniger eines und was ist ein großes Problem.

Ein Dom hat Ziele, die er verfolgt und er legt diese Ziele in bester Absicht für seine Sub fest. Es geht darum gemeinsam einen Raum zu betreten (BDSM) und diesen gemeinsam nach und nach zu möblieren (Regeln).

Ich vertrete die Auffassung, dass man nicht alles gleich von Anfang an zu 100% durchziehen sollte. Andere Doms sehen das grundsätzlich anders. Und das ist auch völlig okay. BDSM ist Vielfalt und soll dazu beitragen, dass beide Partner eine erfüllende Sexualität gemeinsam genießen können, in der Form, Farbe und Varianz, die am besten passt.

Selbstverständlich ist es so, dass auch ich so meine Gedanken habe und Medulla kennt diese auch. Die Besonderheit ist, dass man offen kommunizieren muss, einen Gedanken ansprechen und anpflanzen. So wird die Idee größer, die Blume wird immer wieder mal begossen, und am Ende geht man ein Thema an – oder lässt es einfach.

Will ein Dom seine Ziele streng durchziehen, dann braucht er auch eine Partnerin, die das ganz genau so will.

Ich bin unglaublich stolz auf meine Frau, die keinen Gedanken nicht denken mag und wir lassen uns Zeit mit der Möblierung. Ganz einfach.

Wie steht Ihr denn so dazu?

11d414f48ae6aed29551a50900e0223f43fbde8967779f8b36d382e14779db8dd6bd0c8c4ada5e6b059faba4424f150de5d55e96c7b3f0c06edc5b5b2b0eeadf2befe8a02411416c6f76137d3176086083f03680c807b2794f9c34526ed29b5a4f7b784549d5eb813183750060de95b4746775a202dbc72c3b55c4e1ac492239f08b2731fb2b02647b8626267e24af8c5167cff4ba1028131fcaa3da33e12eca694536af2035ea7fe224ddf8f4987b24f1ccf94c857d9bccbeaa43a1114eacee709f3e1a2b19c93920b8bc391f61a6741c3ecfcdc2b59b859c7b87f72abb8f38e0b74192ceb0672f00e7c6b4a29b8e131821eec6bfadf10d3c8882c053a238aa4ab29cb300dcca67f81b977db9c2c6447e98b0835d44d23aad3754ca532b03a88994e9618ec654d75531cf858c5612e965b3ea9eebbca9fff6bf34db540b78a826e4721a9cb10575112869e95acf9cd27dd000edf3952444db0e92b8cb821fb3c38e4aa9ca6ffb6089f1f4a78dcbe3da845d6153e48e42f60dbe548d86142e43

Originally posted 2016-06-19 13:15:41. Republished by Blog Post Promoter

Offene Beziehungen

Offene Beziehungen

Menschen sind unterschiedlich, genau so wie BDSM unterschiedlich ist. Und so ist es nicht ungewöhnlich, dass gerade im BDSM viele Beziehungen als „offen“ deklariert sind. Die Frage ist immer nur, was genau damit gemeint ist.

Grundlegend betrachtet sind Menschen meiner Meinung nach nicht monogam.

Der Mann wird seit jeher als Wesen beschrieben, der sein Erbgut breit streuen will. Für ihn ist die Nächstbeste eben auch die Beste.

Die Frau jedoch ist anders. Sie wählt nach anderen Kritierien aus. Einen Mann mit guten Erbmaterialien, weil sie eben genau weiß, dass sie mit den Zöglingen eine ganze Zeit lang klar kommen muss, während der Mann sich munter die Nächstbeste sucht. Die Frau will den Besten.

Und während die Männer auf den Bäumen sitzen, kann die Frau alle vom Baum holen und sich den Einen aussuchen. Danach klettern die übrigen Männer wieder auf den Baum und warten auf die Nächste.

So ungefähr ist das wohl mal laut Evolution gedacht gewesen. Ein Prinzip der seriellen Monogamie, aber eben nicht auf Dauer ausgelegt oder sogar bis zum Tod. Hier kommen eher kirchliche und damit neu-moralische Dinge zum Zuge. Diese sind nicht falsch, aber das reale Leben mit seinen Verlockungen macht es nicht immer einfach, wirklich treu zu sein. Gedanklich ist jeder zweite mindestens einmal fremd gegangen – und das schließt Frauen und Männer ein. Irgendwie musste also eine Lösung dafür her, dass man sich sexuell betätigen konnte, ohne gleich die komplette Beziehung zu ruinieren. Denn viele Menschen sind in der Lage die Gefühle und Emotionen für einen Partner (also das, wo die tatsächliche Bindung geschieht) komplett vom Ausleben der Sexualität zu trennen.

Und dazu gibt es unterschiedliche Formen, Farben und Varianten. Die gab es schon immer, aber in der heutigen Zeit ist das alles etwas freier und man kann es benennen. In der Rubrik „3er im BDSM“ bin ich schon auf einige Dinge eingangen, wie Cuckolding oder Cuckqueaning. Hier nun also der Versuch mal alles zu konkretisieren und zu katalogisieren.


 Variante Eins – Erlaubtes Fremdgehen

 Die wohl einfachste Form einer offenen Beziehung. Ein Partner erlaubt dem anderen auch andere Partner zu haben.

Grundlegend ist, dass das Fremdgehen so von statten geht, dass der andere Partner davon nichts mitbekommt.

Solche Dinge verschwinden zumeist im Hintergrundrauschen von Dienstreisen oder Überstunden und dergleichen.

Nach außen hin bleibt die Beziehung geschlossen. Man nimmt sich halt wechselseitig einfach mal eine Auszeit, wenn sich diese anbietet. Es ist die Situation, die Möglichkeiten schafft.


Variante Zwei – Offenes Fremdgehen

Beide Partner erlauben sich gegenseitig das Fremdgehen und reden darüber im Vorfeld.
Gerade im BDSM kann es dazu kommen, dass der eine Partner Dinge mag, die der andere nicht mag oder gar nicht kann.
Bei uns zum Beispiel wäre es so, dass ich Bondage mit Seilen zwar schick finde, aber nicht wirklich beherrsche. So erlaube ich meiner Frau sich jemanden zu suchen, der das mit ihr macht. Auf der anderen Seite ist meine Frau nicht für Natursekt zu gewinnen, so habe ich die Erlaubnis eine andere Frau zu diesem Zweck zu treffen.
Im Gegensatz zur Variante Eins ist hier ein großes Vertrauen im Spiel, sich seiner emotionalen Partnerin dahingehend zu öffnen, dass man zu diesem Zweck jemanden treffen mag. Viele finden alleine schon die Suche des Partners nach einem anderen Partner als demütigend. Einige Paare schaffen es jedoch zusammen mit dem Partner aktiv jemanden zu finden und gehen dann gemeinsam hin.
Denn, es ist ja nicht wirklich fremdgehen, wenn der eigene Partner dabei zuschaut, oder? Oder zumindest im Nebenraum Kaffee trinkt.


 Variante Drei – Offenes und vertrautes Fremdgehen

 Nicht wenige Paare phantasieren davon, wie es wohl sein würde, wenn ein fremder Mann die eigene Frau in einer Bar anspricht und sie dann mit ihm geht. Erlaubt durch einen kurzen Blickkontakt und ohne dass der eigene Partner mit dabei ist. Oftmals gehen die Partner auch getrennt voneinander aus, um einen anderen Partner für die Nacht zu finden. Das wichtigste ist dabei, dass die emotionale Ebene zu 100% intakt ist. Es sind nämlich meistens die Frauen (siehe ganz oben), die Erfolg bei der Partnersuche haben. Da darf der Mann nicht neidisch sein und einfach gönnen können.
Zum Sexualleben gehört jedoch auch, dass beide Partner offen über ihre anderen Partner reden. Vielleicht sogar Bilder herzeigen. Es findet alles wirklich und ehrlich offen statt. Ein Konzept, welches nur zwei starke Partner wirklich leben können.


Variante Vier – Der/Die Geliebte

Einen Schritt weiter und vielleicht auch in Richtung Polyamorie gehend, ist die Erlaubnis eine Dauergeliebte / einen Dauergeliebten zu haben. Einen anderen Menschen, mit welchem man sich regelmäßig zum Sex trifft, mit welchem man aber auch emotional verbunden sein kann. Ein Konzept vieler Menschen übrigens, die jedoch „still“ dulden, dass der Mann andere Frauen hat (oder vice versa), weil es in der Beziehung eher um den Status der Beziehung geht, als um Emotionen. Nicht wenige Menschen leiden dann auch darunter oder gehen den Schritt es ihm/ihr „still“ gleich zu tun.
Wird es offen praktiziert, dann ist es meiner Meinung nach oft so, dass der eine Partner auch deswegen einwilligt, weil zum Beispiel die Frau dem Mann eine junge Gespielin gönnt, die er neu ausbilden kann. Oder weil die Manneskraft des älteren Herren gegenüber einem jungen Stecher nachsteht. Im BDSM ist es nicht unüblich, dass ein D/s-Paar im fortgeschrittenen Alter sich gerade deswegen junge Frauen und Männer oder Paare suchen. In jedem Fall ist es auch nichts für schwache Nerven.


 Fazit: Offene Beziehungen lassen andere Partner als Sexualpartner des anderen zu, wobei man sich getrennt vom eigenen Partner zum Sex mit anderen trifft. Das steht im Gegensatz zu Swingerclubs oder SM-Clubs, wo vielleicht auch Sexualität und BDSM mit anderen Menschen praktiziert wird, aber eben gemeinsam und nicht getrennt.

Originally posted 2016-04-20 19:35:54. Republished by Blog Post Promoter

Der Dom und das Teilen der Sub – Grundgedanken

„Wenn eines so sicher ist wie das Amen in der Kirche: Meine Sub wird mit anderen Männern geteilt werden – notfalls auch gegen ihren Willen.“


Eine Aussage, in der alles drin steht. Da kann frau auch gerne zwischen den Zeilen interpretieren, so viel sie möchte. Wer meine Sub/Sklavin/“O“ sein will, der muss sich mit dem Gedanken beschäftigen, dass sie mit anderen Männern sexuell geteilt wird. Früher oder später durchaus, aber … in jedem Fall. Keine Ausnahme. Jede. Ende der Geschichte. Wer das nicht möchte, der bewirbt sich nicht. Punkt.

Den Damen ist das ziemlich schnell klar und es wird auch nicht in Frage gestellt, aber es gibt da recht viel Informationsbedarf bei … sagen wir … Interessenten. Also den männlichen. Und für die ist dieser Artikel gedacht und meine Subs werden gerne auf diesen verweisen. Hier steht also quasi die „Bedienungsanleitung“, wie man mich davon überzeugt, meine Sub denn mal zu ihm zu schicken. Los geht’s 🙂


FRAG‘ ERST GAR NICHT. (Entschuldigung für das Schreien).

Denn so geht das nicht. Ich schicke niemanden einfach so zu irgendwem, den ich nicht kenne. Aber es nützt auch nichts sich bei mir zu bewerben, weil Dein Penis außerhalb der EU-Norm im schlaffen Zustand lang ist. Das interessiert mich nicht.

Bitte nicht falsch verstehen, aber meine Subs sind keine Ware, die man ordern kann. Es sind Menschen und wunderbare weibliche Wesen im Besonderen.
Du darfst natürlich gerne eine großzügige Zahlung in Aussicht stellen, aber dann kannst Du ja auch direkt in ein Bordell gehen, oder?
Tu‘ Dir und mir einen Gefallen und lass‘ das. Danke.

Grundsätzlich haben meine Subs nur eine Pflicht, nämlich ausschließlich mich als Herrn zu akzeptieren. Ihre Libido gehört mir und mir wird jedweder fremder Annäherungsversuch oder -wunsch gemeldet und um Erlaubnis gebeten, diesem „Blümchensex“ nachgehen zu dürfen. Solltest Du jedoch mit Ihnen im Sinne des BDSM spielen wollen – abgelehnt. Grundsätzlich und Generell. Wenn meine Sub an einem anderen Herrn Interesse hat, dann wird sie dies zuerst mit mir besprechen und ICH komme dann auf DICH zu. Wir regeln das dann von Dom zu Dom und ich bin in jedem Fall dabei. Safety First. Du verstehst? Wenn ich dem zustimme … unter uns.

Und bevor sie es mit mir bespricht, wird sie eine ganze Zeit lang wohl schon mit Dir philosophiert haben und innerlich den Wunsch haben, von Dir bespielt zu werden. Sich mit diesem Wunsch an ihren Herrn zu wenden ist schon Aufgabe genug und niemals eine Formalsache. Das hast Du zu respektieren, sonst lasse auch das.

Außerdem musst Du Dir darüber im Klaren sein, dass Du nur ein „Werkzeug“ bist. Zwischen meine Sub und mir passt kein Blatt Papier. Du bist eine Möglichkeit für meine Sub sich weiter zu entwickeln mit Dingen, die ich nicht kann oder will. Nicht mehr und auch nicht weniger. Das macht es dann nicht zu einem Dauer-Dreier oder sowas.

ORRR … GEHT DAS NICHT EINFACHER? (Nochmals Entschuldigung für das Schreien!)

Ja, klar … wir sind öfters mal auswärts unterwegs und besuchen die ein oder andere Veranstaltung. Das ist auch mehr oder weniger öffentlich auf Twitter nachlesbar oder im JoyClub. Bitte, nicht anschreiben, sondern einfach dort anmelden, hinkommen und dann der Dynamik ihren Lauf lassen. Wenn Du nett bist und symphatisch, dann kommst Du eventuell öfter zum Zuge, als Du dachtest. Zu meinen Bedingungen und Regeln. Kann aber auch sein, dass nix passiert.

ICH WILL ABER … (Seufz!)

Ok … Hier ist der Deal: Wenn Du zuverlässig bist, dann schreibe mich an. Denn es ist gut möglich, dass ich mal ein paar Männer mehr für einen Gangbang brauche oder für einen Rastplatzbesuch. Das Problem bei Männern ist ja, dass sie ja heute geil sind und nicht in ein paar Wochen, aber … das ist nicht mein Problem, sondern Deines. Was ich natürlich benötige sind Deine Kontaktdaten. Dazu gehören

  1. Ein frei wählbarer Nickname.
  2. Ein Bild von Dir (nicht von Deinem Penis!), in welchem Du ein Schild mit Deinem Nicknamen in der Hand hälst.
  3. Eine valide Handynummer.
  4. Der Ort, aus welchem Du kommst.

WhatsApp muss bei Dir UNBEDINGT funktionieren, sonst wird das nix. Ich versende keine Massen-Mails oder gehe auf andere Messenger. WhatsApp oder eben nicht.

Gut möglich, dass Du dann mal von mir hörst, wenn ich mal mehr als einen Mann für die Umsetzung einer Idee brauche. Aber erwarte nicht zu viel traffic. Vielleicht haben wir drei oder vier Termine im Jahr, also wird das keine Hauptbeschäftigung für Deine Libido.

Freundliche Grüße 🙂

Master Falbalus

Ein Gedanke wird lebendig …

… und nun?

Ich schildere mal aus meiner Sicht, was im Kopf eines dominanten Liebhabers passiert, wenn seine Sub eine Spielidee äußert.

Zunächst geht es darum, ob die Szene überhaupt in seinem Kopfkino existiert. Wo beispielsweise Gruppensex oder gar Gangbang mit nur einer Frau (meiner Sub) und einer Horde wilder Lümmel für mich kein Problem darstellen würde (Dominante Wifesharer kennen das), so ist wenig Platz meine Frau mit einer anderen Frau zu beobachten.

Nicht, dass ich das nicht zulassen würde (Stichwort: Wunscherfüller) und der Appetit kommt bekanntlich beim Essen 😉

Und doch bekommt man es ab und an mit Dingen zu tun, an welche man bisher nicht gedacht hat und der pragmatische Mann denkt da ziemlich fix, ob er dazu eine Idee hat, oder eben nicht. Je weniger Ideen er dazu in seinem Kopf hat, desto mehr ist er auf das Ausmalen der Phantasie seitens seiner Frau angewiesen. Solange, bis er gedanklich alleine laufen kann.

Okay … die Idee ist gut. Also beginnt der Mann sich über das wie und wo und vielleicht auch mit wem Gedanken zu machen. Er geht davon aus, dass die Idee bei der Frau so lange gereift ist, dass sie diese auch äußern konnte. Denn es gehört eine große Portion Vertrauen dazu, dem Dom die Umsetzung einer Spielidee zu überlassen. Nicht, dass am Ende diese Idee gegen die Sub eingesetzt wird. Aber auch nicht nur Vertrauen. Es ist auch das Loslassen von Kontrolle erforderlich. Meistens hat sich im Kopf der Sub eine bestimmte Szenerie manifestiert und diese hätte man auch gerne. Auf der anderen Seite ist es vielleicht aber auch nicht abendfüllend diese Idee 1:1 umgesetzt zu wissen. Ein Weg ins Ungewisse.

Der Dom ist dabei völlig pragmatisch, jedenfalls ich bin es, während die Sub zumeist ihren Emotionen hinterherdenkt und den Gedanken öfter innerlich verwirft, als sie es dem Dom antragen möchte. Denn die Sub hat am Ende auch eine gewisse Pflicht dazu ihre natürliche Neugier zu ignorieren und den Dom eben machen zu lassen. Ja, genau, er muss die Planung still und leise einfach erledigen können ohne „dauernd“ mit den Zweifeln an der Idee von der Sub „belästigt“ zu werden.

Für mich ist eine Sub keine Angehörige des schwachen Geschlechtes, sondern eine starke Frau, die sich die Dinge 100x überlegt. Wie eben eine Frau 😉 Was ich nebenbei bemerkt für eine sehr positive Eigenschaft halte. Einmal entschlossen, geht es eben los.

Was ich dann äußere ist, wie das Setup sein kann. Ich liefere Möglichkeiten. Zum Beispiel: Nicht zuhause, lieber in einem Hotel. Nicht gemeinsam anreisen, sondern getrennt. Damit verbinde ich bereits Planungen im Hinterkopf und die Sub kann darauf vertrauen, dass ich mir für die Erfüllung eines Wunsches besonders viel Zeit nehme. Und Dinge gut durchdenke. Eine Nachfrage über, warum getrennt, warum Hotel … bietet sich hierbei nicht an.

Denn nicht das wie oder wo ist für die Sub die entscheidende Frage, sondern das ob. Und auch nur daran, macht der Dom alles fest. Sicher wird er grundlegende Bedenken in seine Planung einfließen lassen, aber vielleicht nicht alle. Er sollte seine Sub gut genug kennen, um zu wissen, welche Dinge ihr wichtig sind und welche „übergangen“ werden können. Am Ende ist es auch die Frage, ob man an eine Grenze gehen will, diese gezeigt bekommen möchte oder gar überschreitet. Und das auszubaldowern ist nun mal „Chefsache“.

Die Verantwortung der Sub liegt dann auch ein Stück darin, dass wenn sie nur genügend Zweifel an den Tag legt, dass der Dom irgendwann die Planung aufgeben wird. Ich persönlich finde, dass eine solche Entscheidung durchaus Schneid hat. Die Sub wird sich hier auch 100x geprüft haben, ob sie den Dom in voller Planungsaktivität stoppen will oder nicht. Das ist zwar blöd für den Dom, aber so läuft das eben im D/s-Bereich. Eine Schelte oder blöde Worte gegenüber der Sub sind hier ebenso wenig angebracht wie Strafen schlimmster Sorte.

Er sollte in der Lage sein aus einem Wochenende in einem Hotel, mit seiner Frau und 5 Männern, im Handumdrehen ein Wellnesswochenende  für zwei zu zaubern. Er kann sich sicher sein, dass seine Sub ihm das auf ihre ganz spezielle Art danken wird. Aber auch vor allem, dass ihre Idee deswegen noch lange nicht vom Tisch ist.

Doms tun immer gut daran, wenn sie den Dingen Zeit geben zu reifen. Manche Frauen gehen sofort mit in ein Pornokino, wenn der Herr es verlangt und lassen sich fremdvögeln, andere brauchen Jahre dazu, wenn überhaupt. Nur dann, wenn die Sub innerlich bereit ist, dann wird es eine Sache, die für beide gut wird und … darauf kommt es doch an. Schließlich ist eine Sub keine Sklavin.

Originally posted 2016-05-02 18:18:16. Republished by Blog Post Promoter

Dominanter Wifesharer vs Cuckold vs Stag

Wieder was gelernt.

In der Reihe „Man lernt nie aus“, bin ich per Zufall auf einen Begriff „Stag“ gestoßen. Wofür „Stag“ als solches steht, habe ich noch nicht herausgefunden, jedoch wird es in einem Blog wie folgt erwähnt:

The term Stag cuckold differs from the usual use of the term cuckold. According to Sage Vivant, author of the book ‚Your Erotic Personality‘, Stag cuckolds are typically heterosexual men who get off on the idea of their wives or girlfriends being with other men but do not really fit the historical term cuckold. (http://hotwivesandgames.tumblr.com/).

Prinzipiell ist es ganz einfach:

Ein dominanter Wifesharer wählt die Sexpartner seiner Frau aus (mehr oder weniger ohne Mitsprache der Frau), während ein Cuckold damit leben muss, dass seine Frau sich selbst andere Sexpartner wählt (und mit ihm vielleicht gar keinen Sex mehr hat).

Der „Stag“ist weder noch.
Er ist sich einfach nur bewusst, dass er eine Frau an seiner Seite hat, mit der andere Männer gerne Sex hätten und dass es nur natürlich ist, wenn die Frau an seiner Seite für das eigene Selbstbewusstsein dem auch nachgeht und mit anderen Männern Sex hat.
Sie tut dies jedoch nie ohne ihren Mann daran zu beteiligen. Sie trifft diese Männer per Zufall und wird ihren Mann um Erlaubnis bitten ein Extra-Date zu Dritt auszumachen oder jetzt sofort ohne den Mann mitzugehen. Der „Stag“ hat grundsätzlich das Veto, da er jedoch ein Voyeur ist, wird er wohl kaum absagen.
Nur eigene Termine werden ihn daran hindern, dem Schauspiel beizuwohnen. Er ist ein Voyeur und schaut halt gerne „nur“ zu und fühlt sich durch das Verhalten seiner Frau nicht im mindestens erniedrigt oder gedemütigt.

Tatsächlich ist der „Bull“ in diesem Spiel eine Schachfigur (siehe Beitragsbild), dem klar ist, dass er zwar mit der Frau Sex haben kann, aber eben nur, weil Frau und Mann das so vereinbart haben. Er muss die Regeln des Paares akzeptieren, ansonsten käme er nicht zum Zuge. Er hat keinerlei Dominanz gegenüber dem Paar.

Stag und Hotwife funktionieren auf einer absolut gemeinschaftlichen Ebene, ohne jedwedes Herrschaftsgefälle. Akte der „Erniedrigung“ des Mannes gehören zwar zum Spiel, beispielsweise, wenn die Frau sauer auf den Mann ist und sie ihn deutlich auffordert einen „Bull“ anzurufen, der es ihr jetzt besorgt. Letztlich, und so verstehe ich das, ist dies jedoch nur eine ganz besondere Form des Versöhnungssex.

Gibt es eigentlich auch weibliche Stags?

Originally posted 2016-06-21 11:26:48. Republished by Blog Post Promoter

Was ist eine „O“ …? Definitionsgedanken

Werter Leser,

man liest ja nun allerhand über diese Spezies, diese „O“s.
Und dabei kommt es auch immer wieder zur Frage, was eine „O“ wohl von einer „normalen“ Sub so unterscheidet.

Dann kann man sowohl „Die Geschichte der O“ (Das Original) lesen oder aber auch die moderne Variante „Die Geschichte der jO“ (wie bereits mal gebloggt) und rein technisch ergibt sich daraus irgendwie ein ähnliches Bild.

Ist eine „O“ tatsächlich die Königsdisziplin für submissive Frauen (wobei, es soll auch männliche „O“s geben!)? Oder sind es völlig unterschiedliche „Enden“ einer Liebesgeschichte zwischen Menschen? Oder ist es nur eine Mögengeschichte? Oder eine Gernhabegeschichte?

Im Laufe der Jahre sind mir verschiedene Versionen von submissiven Frauen vor den Gürtel gekommen, mit unterschiedlichen Neigungen. Alle mit mehr oder weniger submissiven Gedanken. Einigen reicht das „kinky vanilla“ im Schlafzimmer durchaus, andere wollten den anonymen Gangbang im Pornokino. Aber ist das schon der Unterschied?

Ich probiere es mal für mich (erneut!):

Eine D/s-Beziehung zielt darauf ab, dass das Regelwerk gemeinsam besprochen ist und über die Änderungen daran gemeinsam reüssiert wird. Es ist sehr viel Kommunikation erforderlich und es wird auch genau so erwartet. Natürlich ist in den Spielen selber auch vorgesehen, dass besprochene Grenzen auch mal überschritten werden (sollen/können/müssen!). Dennoch findet alles in einem sicheren Rahmen statt. Beide Partner haben direkt und unmittelbar etwas davon. Und hier ist dann auch das Ende der Fahnenstange erreicht. Alles findet im gegenseitigen Einvernehmen statt, egal wie es „nach draußen“ auch aussieht. D/s ist also weniger extrem als es nach draußen aussieht.

„Ende der Fahnenstange“ bedeutet übrigens nichts Negatives. Für beide endet einfach das Kopfkino und damit ist es gut. Und ja, Frauen denken da wieder drauf rum. Männer nicht. Ende.

„The Training of O“ geht einen erheblichen Schritt weiter. Es verlangt von der Sub, dass sie sich vollständig der Herrschaft hingibt. Es geht dabei nicht um ihre Belange, sondern alleine um die Belange der Herrschaft. Die Sub bittet darum ausgebildet zu werden und sie wird mehrfach danach gefragt. Ihre Antwort muss selbstsicher hervor kommen. Es muss ihr freier Wille sein.

Und … es gibt nur wenig Einvernehmen über das was geschieht. Die „O“ macht Dinge, widerspruchslos, sofort und ohne Umwege. Manche Menschen denken hierbei an Sklaverei, aber das ist es nicht. Sie will es so. Sie will das Nicht-Wissen. Sie will das Nicht-Einvernehmen. Sie will gefallen. Sie will es unbedingt. Sie will es um jeden Preis der Welt. Die „O“ gehorcht aus freien Stücken und beschwert sich niemals über irgendwas.

Die Gedanken einer „O“ sind natürlich frei, außerdem ist sie ja auch noch ein Mensch, geht arbeiten etcpp. Sie lässt ihr Leben dennoch bedingungslos von der Herrschaft gestalten.

Und hier liegt wohl der entscheidende Unterschied begraben. Während die „normale“ submissive Frau sich nicht das Leben außerhalb der Sexualität bestimmen lässt, geht die „O“ hin und will dies. Und sie braucht dies auch in jedem Fall. Das bedeutet nicht, dass sie es für jeden tut. Die „O“ braucht eine ganz besondere Herrschaft. Und diese wählt sie sich selbst aus. Die Sub und die „O“ können im normalen Leben recht dominante Menschen sein, das hat damit nicht zu tun … aber den Rest könnt ihr ja nachlesen.

In „Die Geschichte der O“ und „Die Geschichte der jO“.

Eines noch: Beantworte die Frage nach „Willst Du ausgebildet werden?“ immer wahrhaftig und lüge nicht.

Originally posted 2016-10-11 19:58:36. Republished by Blog Post Promoter

10 Dinge, die ein Dom von seiner Sub benötigt.

Quelle: http://dominantguide.com/3307/10-things-a-dom-needs/

Ich habe mich nun endlich mal hingesetzt und dieses faszinierende Stück Gedankengut in das Deutsche übertragen. Es ist keine objektive Wort wörtliche Übersetzung, sondern sehr stark durch eigene Subjektivität beeinflusst. Das liegt aber auch daran, dass jeder Dom andere Dinge benötigt, damit er aus einer BDSM-Beziehung Fruchtbares für sich gewinnen kann. Der Text ist dennoch objektiv genug, um die Grundlagen zu klären.

Ich betone ausdrücklich, dass beide Seiten der Leine sich diesen Dingen stets bewusst sein sollten. Jedoch liegt der Fokus hier auf dem submissiven Wesen. Denn von Doms wird insgesamt sehr viel erwartet. Sie sollen immer gleich reagieren, sie sollen verfügbar sein, sie sollen immer dominant sein, sie sollen immer einfühlsam sein, immer Verständnis haben, vielleicht sogar Therapeut. Nun, wenn ein Dom auch Therapeut ist, dann ist das eventuell möglich. Wenn eine Sub BDSM nutzt, um sich selbst mal aus dem Alltag zu nehmen, nichts selber entscheiden zu müssen, dann ist das auch ein valider Grund. Nur sollten diese Gründe geklärt sein, BEVOR man sich überhaupt auf eine BDSM-Bindung einlässt.

Ohne ausreichende Kommunikation wird es kein funktionierendes BDSM-Gespann geben können. Aber … das liegt halt nicht immer am Dom. Oftmals vielleicht, aber eben nicht immer.

1) Do what you’re told. Not just when you want to, not just when it’s easy, but every single time. If you’ve suddenly decided you’re a free agent that’s a conversation for negotiation in whatever format that takes in your dynamic. Until then, less talking, more obeying.

Tue, was Dir aufgetragen wird. Nicht nur dann, wenn Du es machen möchtest, oder wenn es einfach ist, sondern immer. Wenn Du plötzlich herausgefunden hast, dass Du ein freier Mensch sein willst, dann unterhalten wir uns grundsätzlich über BDSM oder Nicht-BDSM. Weil, dann stimmt etwas mit uns nicht. Und das müssen wir klären. Und bis dahin, weniger reden, mehr ausführen.

2) Keep your commitments. If me/you/we have decided on a certain protocol you’re expected to follow through. Nothing sucks the magic out of a D/s interaction faster than when BOTH people let protocols lapse and drift by the wayside. If you act like a part-time sub expect to be treated like one.

Halte Deine Zusagen ein. Wenn ich/Du/wir uns dazu entschlossen haben, einem bestimmten Protokoll zu folgen, dann erwarte ich, dass Du dieses Protokoll befolgst. Nichts rafft den Zauber von BDSM mehr dahin, wenn BEIDE Partner die Protokolle zu lasch handhaben und wegdriften. Wenn Du Dich wie eine Teilzeit-Sub benimmst, dann wirst Du auch wie eine Teilzeit-Sub behandelt.

3) Try to be just a little less self-centered. The journey of submission is all about YOU, I get it. Truthfully all of us Doms get it, but there is an illusion here that needs to be maintained, and when every check-in boils down to how things are going for you and you don’t bother to ask, “How are you, are you satisfied, are you getting what you need out of me, how can I improve our shared experience?” It makes you look kinda shallow.

Sei ein bisschen weniger um Dich selber zentriert. Die Reise der Submission dreht sich ausschließlich um Dich. Das habe ich verinnerlicht. Und ich denke, dass auch die anderen Nicht-Dummdoms das ganz genau wissen, aber es muss eine Illusion nicht nur geschaffen, sondern auch erhalten bleiben. Und wenn jedes Tun und Handeln meinerseits immer wieder auf die gleichen Fragen läuft: „Sind Sie zufrieden mit mir, bekommen Sie von mir, was Sie brauchen, wie kann ich das Erlebnis für Sie besser gestalten?“, dann sei Dir versichert, dass das extrem flach wirkt. Zudem scheinst Du mir nicht zu vertrauen, denn Doms sind in der Lage ganz exakt auszudrücken, was sie wollen und zudem auch, was sie nicht wollen und auch wie sie es wo und wann wollen. Das impliziert auch Kritik an Dir, wenn es welche gibt. Bettele also nicht darum kritisiert zu werden. Du wirst öfter Fehler machen, die ein Dom im Hintergrundrauschen verschwinden lässt, weil sie nicht wichtig genug sind besprochen zu werden.

4) Don’t compare yourself to other people. Whether you’re poly or monogamous, every time you look at another person and say: “I’ll bet he likes them more than me.” You’re essentially saying “I don’t trust you, I don’t trust us, I don’t really believe that you want me like you say you do.” We are with you for a reason. Not receiving the desire we feel for you is deeply insulting.

Vergleiche Dich nicht mit anderen Menschen. Ob Du nun polyamor bist oder monogam, jedes Mal wenn Du eine andere Person anschaust und sagst: „Ich wette, dass er die anderen mehr mag als mich!“, dann sagst Du in Wahrheit: „Ich vertraue Dir nicht, ich vertraue uns nicht, ich glaube nicht wirklich, dass Sie mich so mögen, wie Sie es immer sagen.“ Ein Dom hat eine Sub aus einem Grund. Dieses Gefühl nicht reflektiert zu bekommen verletzt uns sehr.

5) Sacrifice. This is the deeper side of D/s, it’s where the givers separate themselves from the users. There is nothing that builds a connection faster than doing something unpleasant, when you don’t want to, without being asked, without seeking praise. It’s also very easy to take forgranted, which is why you should take your time and don’t give yourself to a Dom who’s a shithead.

Opfern. Dies ist die tiefe Seite des BDSM, wo sich die Gebenden von den Erhaltenden unterscheiden. Nichts bindet einen Dom mehr und schneller an Dich, wenn Du Dinge tust, die Du nicht machen möchtest und dies ohne gefragt zu werden und ohne dafür Lob zu bekommen. Ein solches Verhalten wird als „gewollt“ und damit als „Sie will es so.“ empfunden und das ist dann Gesetz. Bitte verschwende Deine Zeit nicht an einen Dom, der ein Arschloch ist. Setze Dir Grundregeln auf, welche ein Dom liefern muss, bevor er überhaupt ein Bild von Dir bekommt. Ich mag den Terminus nicht so, aber ein echter Dom ist in der Anbahnung sehr geduldig und wird auf Dich eingehen. Und selbst, wenn die erste zarte Pflanze einer BDSM-Bindung gedeiht, wird er sehr sensibel mit Dir umgehen. Er wird sich Dir sozusagen erklären und nicht blinden Gehorsam erwarten. Je länger die Bindung, desto mehr Vertrauen, daraus kann blinder Gehorsam entstehen (den bitte keine Sub haben sollte, es sei denn, sie will eine „O“ sein!).

6) Own your tantrums. You have feelings, deep intense feelings, if you didn’t you probably wouldn’t be a sub. I encourage you to learn to track when the kettle is about to boil so together we can point the steam in a safe direction. When you fuck up though, and I get a face full of hot water, and you say bad things, you need to accept that in the morning you’ll be held accountable for the things you said even if you didn’t really mean them. This can be a tough pill to swallow, which brings us to our next point:

Bewahre Dein Tantra. Du hast Gefühle, tiefe und intensive Gefühle. Wenn Du diese nicht hättest, dann wärst Du wahrscheinlich keine Sub. Ich werde Dich immer und oft dazu ermuntern Probleme offen anzusprechen und zwar bevor die Pfeife auf dem Teekessel ertönt. So können wir beide gemeinsam schauen, wie wir den Wasserdampf in eine richtige Richtung lenken. Gemeinsam! Wenn Du im falschen Moment schweigst und Du dann falsche Dinge sagst, dann wirst Du akzeptieren müssen, dass ich Dich morgens dafür verantwortlich mache, auch wenn Du es vielleicht nicht so gemeint hast. Das könnte eventuell eine bittere Pille sein, was uns aber auch zum nächsten Punkt bringt:

7) Take it with grace. Ritual and submission are amazing tools to refocus the mind and deescalate emotions, but the collar is not a magic ring, YOU make the magic. You make it by catching yourself, by breathing into your rituals, by transforming frustration and stress into submission and present moment awareness. Each repetition is a form of emotional alchemy much in the same way that CBT thought-stopping is, (that’s Cognitive Behavioral Therapy, not Cock and Ball Torture, you perverts)

Nimm es mit Anmut an. Rituale und Submission sind wunderbare Werkzeuge, um den Geist zu fokussieren und Emotionen nötigenfalls zu deeskalieren, aber das Halsband ist kein magischer Ring. DU machst die Magie.  Du erzeugst diese, wenn Du Dich selber fängst, wenn Du Dich in Deine Rituale atmest, wenn Du Frust und Stress in Submission und in die Aufmerksamkeit für den Moment transferierst. Durch Wiederholungen erlebst Du eine Art der Gefühlsalchemie, die wohl ziemlich nah an die Wirkung der Kognitiven Verhaltenstherapie kommt.

8) Help us to evolve. I’m talking about recognizing that every human being is a little bit lost in their own way, and the difference is that Doms don’t have someone constantly fixating on how to guide us into being better versions of ourselves. Deftly guiding power figures in the directions they need to go is the forte’ of the masterful submissive, and the difference between that and manipulation is that you always have the persons own interests at heart, even when they conflict with your own. It’s easy to love a Dom as an archetype or a caricature, but to evaluate a whole human being, and desire to kneel for them anyways is the deepest expression of love. You and I may have different toolboxes, but we are building the same house.

Hilf uns uns zu entwickeln. Ich rede von dieser Anerkennung, die jedem menschlichen Wesen immer ein wenig fehlt, jedem auf seine eigene Art. Der Unterschied ist, dass ein Dom vom Prinzip her niemanden hat, der ihn aufrichtet oder auffängt oder anspornt besser zu werden. Entgegen der sexuellen Ausrichtung benötigt ein Dom zumeist eine machtvolle, meisterliche Sub. Sie ist in der Ausführung ihrer Submissivität handwerklich gleichgestellt, wie er in der Ausübung seiner Dominanz. Der Unterschied zwischen diesem Aspekt und Manipulation ist, dass Du die Belange des jeweils anderem in Deinem Herzen trägst, auch dann, wenn diese mit Deinen eigenen gerade in Konflikt stehen. Eine Sub fühlt mehr, was der Dom braucht und stellt diese Bedürfnisse über die eigenen. Dies hat meistens auch nichts mit Sexualität zu tun, sondern es ist eine innere Haltung der Sub. Die Bestätigung, die die Sub hierfür bekommt, ist mit nichts zu vergleichen und wird 100fach vergolten. Es ist einfach einen Dom zu lieben, als einen Typ oder Karrikatur, aber ihn ganzheitlich mit all seinen Fehlern und Schwächen zu sehen und dennoch das Bedürfnis haben vor diesem Menschen nicht knien zu müssen, sondern es einfach zu wollen, ist innerhalb des BDSM wohl der größte Liebesbeweis. Du und ich haben vielleicht unterschiedliche Werkzeugkästen, aber wir bauen am gleichen Haus.

9) Stick around. Fact is, most subs vanish as soon as the honeymoon wears off. This phenomenon of women who beg for submission then pull the ripcord at 3-7 months once it’s no longer all about them makes Doms cynical, hard, and reluctant to engage, and further shrinks the pool of the few decent guys who can do this stuff well. I think a lot of this stems from the idea that Dominance is something that’s being done to you, and not with you. If you empower yourself as a co-creator of the dynamic, you’ll be able to make it last longer. I think it might also stem from the fact that a good chunk of lifestylers (both Dom and sub) are emotionally broken jackasses. Sorry, I’m a dick.

Bleibe dabei. Fakt scheint zu sein, dass viele Subs irgendwie verschwinden, wenn der „Heiratsurlaub“ vorbei ist. Dieses Phänomen, dass Frauen um Submission betteln und dieses dann „hinterher“ nur alle paar Monate hervorzaubern möchten, macht Doms eher zynisch, hart und widerstrebend sich zu engagieren. Das ist wohl irgendwie üblich, denn es ist häufig so, dass der Mann Sex zum Stressabbau benötigt, die Frau aber wegen zu viel Stress keinen will. Dann verliert der Mann das Interesse und wenn die Frau dann mal will, hat er zu funktionieren und gleich wieder „dominant“ zu sein. Das mag eine sehr einseitige Sicht sein, ich spreche da jedoch aus leidlicher Erfahrung. Erinnert euch immer daran, was euch beide ausgemacht hat, als ihr zusammen gekommen seid. Kinder zu haben ist eine tolle Sache, die Sub ist nun Mutter, aber Kinder sind dennoch nicht der Dreh- und Angelpunkt des Universums. Eine Mutter kann weiterhin die persönliche Hure des Vaters der Kinder bleiben, Warum sollte sich die Sexualität nun plötzlich ändern? Biete Deine Ideen und Gedanken an, mache Vorschläge. Du kannst nicht davon ausgehen, dass ein Dom immer alles für Dich erlebbar machen will, wenn Du ihn dies nicht mit Dir umsetzen lässt. Selbst 24/7 lässt sich mit Kindern und Alltag leben, wenn beide es wollen.

10) Cut us some ‘effin slack for god sakes. Being a Dom is a LOT of work, it requires time, focus, and a wide open emotional bandwidth. It takes discipline to hold your ground when things are difficult, knowing that if you repair them with vanilla ‘bargaining’ tactics you will also dissolve the dynamic in the process. As a sub starts to see you as more human, it gets harder. When she/he gets to the “resistance” stage of the relationship, it gets harder. As real life starts to throw you curve balls, it gets harder. Aside from the emotional aspect of things, what it takes to keep things fresh and interesting is an aspect that is hard to appreciate until you’re the one in charge. The thing they don’t tell you about being a Dom is that even if you have the gravitas to make a girl melt, if you don’t have the creativity to constantly invent and reinvent new twists on a very old theme, you’re just a tall dark stranger standing there with your dick in your hand. Sometimes I think this is why geeks end up being better Doms than their smokey eyed, jackbooted, ‘true dom’ counterparts.

Lass uns etwas Spielraum. Ein Dom zu sein ist ein großer Haufen Arbeit. Sicherlich wird er aus der Lust gefüttert, der Sub nette Dinge anzubieten, dennoch es ist erstmal Zeitaufwand, Planung, Fokus und eine wahrlich breite emotionale Basis. Es benötigt Disziplin auf dem Boden zu bleiben, wenn Dinge schwierig werden. Wohlwissend, wenn man diese Dinge mit einfacher Feilscherei angeht, dass die Dynamik im ganzen Prozess zerstört werden kann. Wenn die Sub den Dom also mehr als Menschen sieht, wird es härter. Wenn es bei der Sub zu Widerstand innerhalb der Beziehung kommt, wird es härter. Dann kommt noch das reale Leben außerhalb der BDSM-Blase hinzu, es wird härter. Neben diesen ganzen emotionalen Angelegenheiten, wird etwas benötigt um alles frisch und neu zu halten und das ist für eine Sub schwer zu verstehen, wenn sie eben nicht in der Verantwortung ist. Nein, das ist kein Weinen. Doch gibt es eben genau so wenig naturdominante Doms, wie es eben naturdevote Subs gibt. Mehrheitlich haben beide wohl nur eine Rolle, die sie gerne annehmen. Was man einem Dom nämlich nicht sagt ist, dass auch wenn er regelmäßig in der Lage ist neue Frauen zum Schmelzen zu bringen, dass er die Kreativität benötigt sich um ein altes Thema ständig neue Gedanken zu machen, um BDSM für seine Langzeit-Sub immer frisch zu halten. Hat er diese nicht, dann ist er nämlich nichts anderes, als ein Fremder, welcher im Dunkeln steht und sich einen wichst. Deswegen glaube ich auch, dass Geeks und Nerds eher in der Lage sind als gute Doms zu enden als diese ganzen Mr. Grey’s, wo nur deren Anzug und ihr Geld wirkt. Okay, ein Geek oder Nerd im Anzug … das ist eine teuflische Kombination.

The point here is that the big “D” takes more than you think and there are going to be days, even weeks when we’re not going to be able to pull it off. I can tell you from experience that nothing means more to a Dom than when you still keep your rituals even through the thin times. Holding that space shows your strength, and you can take tremendous pride in serving with poise where your vanilla counterpart might be nagging and whining. With your devotion you pull us back like a compass, beckoning towards whats’ truly important, this secret journey of trust and growth that we are both on together.

Der Punkt ist, dass das große „D“ mehr benötigt als Du denkst und es wird Tage, vielleicht Wochen, geben, wo nicht die Spur dominantes Verhalten neu an den Tag gelegt wird. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es nichts Wundervolleres gibt als zu sehen, dass Du bei Deinen Ritualen bleibst, auch wenn es im BDSM gerade dünnluftig ist. Diese Haltung zu bewahren zeigt mir, dass Du stark bist und es willst und vielleicht auch bist. Andere „Vanilla“-Partner würden nämlich jammern und betteln und das hast Du nicht nötig. Deine Demut, Dein Warten gibt mir Antrieb, dass auch ich wieder auftanke und genau Du bist dann der Kompass, den ich brauche um mich wieder auf unseren Kurs zu bringen. Gemeinsam in die unbekannten Welten des BDSM vorzudringen.

 

Originally posted 2016-10-31 14:07:20. Republished by Blog Post Promoter

Augenhöhe … Ganz einfach, oder …?

So … also … Du hast Dich nun über BDSM informiert.
Dir sind folgende Seiten vielleicht ein Begriff?

BDSM
https://de.wikipedia.org/wiki/BDSM

Top
https://de.wikipedia.org/wiki/Top_(BDSM)

Bottom
https://de.wikipedia.org/wiki/Bottom

Switch
https://de.wikipedia.org/wiki/Switch_(BDSM)

Cover
https://de.wikipedia.org/wiki/Cover_(BDSM)

Safe, sane, consensual (SSC)
Risk-aware consensual kink (RACK)
https://de.wikipedia.org/wiki/Safe,_Sane,_Consensual

… und Du hast noch viele andere Webseiten im Internet gefunden.

https://www.der-strafbock.eu/
http://www.tim-sodermanns.de/

Fällt Dir dabei etwas auf?
Letztlich sind wir doch alle nur Menschen und in der Interaktion zwischen Dom/Sub, Master/Servant, Top/Bottom, Sir/Slave oder was auch immer, taucht gerne der Begriff der „Augenhöhe“ auf. Und der wird ziemlich unterschiedlich „dargestellt“, obwohl er generell „gleich“ ist.

An dieser Stelle kann der Autor dieses Artikel auch nur seine Sichtweise wiedergeben, da ich niemandem bevormunden mag, wie er/sie „Augenhöhe“ herstellt.

Eine D/s-Beziehung lebt davon, dass der eine „macht“ und der andere „macht, was verlangt wird“. Die Sub begibt sich freiwillig in die Hände eines Doms zum Zwecke (ausschließlich) seiner Befriedigung und unter (vollkommener) Zurückstellung der eigenen Ansprüche an eine (sexuelle) Bindung. Der Kreis schließt sich, weil die Sub (sexuelle) Erfüllung und Befriedigung dadurch erfährt, dass sie vom Dom (sexuell) nach dessen Willen genutzt wird.
Soweit die Metaebene. Mehr ist es nicht. Ganz einfach.

Was der Autor nicht tun wird ist tiefer auf die Dinge, die in Klammern stehen, einzugehen. Das würde hier den Rahmen sprengen.

Man und Frau begegnen sich nun, in heutiger Zeit vielleicht eher digital im Internet auf diversen, speziellen Plattformen, es wird in Foren geschrieben, getwittert, dann kommen private Nachrichten, dann die Telefonummer und am Ende wird telefoniert, man hat sehr viel über sich preis gegeben, was geht, was nicht geht, warum es nicht geht, Erfahrungswerte ausgetauscht und am Ende kommt es zum Date, der Mann hat der Frau glaubhaft versichern können, dass er kein Axtmörder ist, ein Date wird vereinbart, die Frau lässt sich dabei covern und dann gilt es.

Alleine hier, steckt schon unglaublich viel Augenhöhe drin – also in meinen Augen. Man sucht hier nicht unbedingt die Frau für’s Leben, aber wenn man es als Dom nicht schafft, etwas von sich durchblitzen zu lassen und dennoch die Gefühle, Gedanken und Emotionen der Sub zu respektieren, dann hat man ein Problem. Meistens wird da nämlich kein Date draus.

Augenhöhe bedeutet für mich generell, dass ich auf jede Frage der Sub (gerade bei Anfängern) ausführlich eingehe, Dinge von mir als Person und theoretisches Wissen über meine Empfindungen und Gefühle weitergebe. Und eben nicht „nur“ die Sub auszufragen. Beiden Partnern ist durchaus klar, wer oben und wer unten ist, dass muss man nicht mit Machogehabe herausstellen. Es ist sicherlich nicht verkehrt der Auserwählten anzudeuten, wie man so tickt. Aber ich halte es für falsch, mit den Ängsten der Sub zu spielen, bevor man sich nicht besser kennt.

Auf der anderen Seite gibt es auch genau die Sorte von Frauen, die solche Gespräche gar nicht wollen. Sie wollen, dass der Mann tut, was auch immer er machen will – und ein Safeword ist völlig unwichtig dabei. Ich lehne das ab. Grundsätzlich. Nur Subs, die ich schon länger kenne, kommen in den Genuss solcher Situationen, aber da spielt auch das Eingespielte eine große Rolle und das Vertrauen zwischen den Menschen, welche sich aufgebaut hat. Weil man eben weiß, wie der andere so tickt, kann man so Überraschungen einpflegen, weil man auch weiß, dass der andere so tickt.

Der Auto schweift leicht ab. Zurück zum Thema.

Augenhöhe bedeutet für mich, dass eine Sub eine Möglichkeit haben MUSS den Dom straffrei, offen und ehrlich über Dinge zu unterrichten, die ihr nicht gefallen (haben), von denen bitte (respektvoll) Abstand zu halten ist. Solche Zeiten sind extrem wichtig, denn hier wird der Dom in seiner Art und Haltung (konstruktiv) kritisiert, hier kann er aber auch sich erklären, Dinge erläutern, das Wieso und nicht anders ansprechen.
Nur in solchen Momenten kann sich eine D/s-Beziehung nach vorne bewegen.

Da Medulla ja nun nicht nur meine Sub ist, sondern auch meine Frau, und die Rahmenhandlung des realen Lebens unser Tun und Sein im BDSM beeinflussen, ist irgendwie aber auch ständig Augenhöhe zwischen uns. Wir brauchen dazu keine Dates, wie diese in einer reinen Spielbeziehung notwendig sind. Augenhöhe ist dann, wenn der Dom zum Mensch wird und seine Rolle beiseite legt. Denn er ist auf seine Sub angewiesen, um überhaupt Dom zu sein … und das letzte, was eine Sub will ist, ihren Dom zu vertreiben, weil auch sie ohne den Dom keine Sub ist.
(Jedenfalls nicht aktiv und in Nutzung gilt für beide).

Augenhöhe ist wichtig für die Positionierung seiner selbst und eventueller Neugewichtung des Herrschaftsgefälles überhaupt. Man kann gemeinsam Ideen und Gedanken austauschen, Wünsche äußern. Bedürfnisse schildern und und und.

Die Häufigkeit der Augenhöhe kann dabei unterschiedlich sein, dabei kommt es auch auf die Prägung der D/s-Bindung an. Eine vereinbarte 24/7-Beziehung sollte davon jedoch auch nicht ausgeschlossen sein.

Gretchenfrage: Wie stellt man den nun Augenhöhe her?
Ganz einfach: „(Kaffeehinstellgeräusch) … wie geht es Dir mit mir?“

Originally posted 2016-08-17 17:05:53. Republished by Blog Post Promoter