Allgemein

Depression und BDSM

Vielleicht ist es ein sehr gewagter Gedankengang, dennoch möchte ich mich dazu äußern.

Depressive Menschen sind nicht gleich depressive Menschen. Wie auch Menschen unterschiedlich sind, so ist auch die Art der Depression verschieden ausgeprägt. Einige kommen gut damit klar (und gelten so auch als „stabil“). Andere brauchen den regelmäßigen, persönlichen Kontakt zum Therapeuten um sich gerade richten zu lassen (und gelten so als „instabil“). Und ja, dazwischen ist sehr viel Grau oder Bunt, je nach Sichtweise.

Ich selber zähle mich zu den stabilen Menschen. Meine dunklen Momente im Leben sind gekennzeichnet von den üblichen Verlustängsten. Dabei geht es um emotionale Dinge, wie die Liebe zB. Ab und an drehen sich auch bei mir Gedanken im Kreis, ob ich alles richtig mache. Ob ich gut genug bin. Ob ich mehr machen soll. Mein persönlicher Vorteil ist, dass ich mich mit anderen Menschen über meine Gedanken austausche. Sei dies auf Twitter, per WhatsApp und eben auch im Äußersten durch persönlichen Kontakt. Und dabei wird mir immer wieder bescheinigt, dass sich meine Depressionsfähigkeit eher im Promillebereich befindet. Weil diese Gedanken einfach ziemlich schnell wieder weg sind.

Die Art und Weise, wie andere auf mich reagieren und auf mich zugehen, zeigt mir, dass man mir vertraut. Dinge erzählt, die auch bei einem Therapeuten gut aufgehoben wären. Und was mir immer wieder gesagt wird ist, dass depressive Menschen BDSM auch deswegen haben wollen, weil sie in dieser Zeit wirklich nicht nachdenken müssen. Art und Umgang meinerseits erlaube keine Gedanken in die reale Welt. Ich sei fokussiert auf mein Gegenüber und Stunden mit mir erlauben „Urlaub vom Alltag“. Zusätzlich wird jedoch auch betont, dass zwar verschiedene Depressionen vorliegen, die aber niemals nicht mein Problem sein werden. Ich sei eben kein Therapeut, sondern eine Möglichkeit.

Und wisst ihr was? Deswegen fühle ich mich nicht als Hure. Denn die Gefühle, die man mir entgegen bringt sind echt. Und nie verfälscht. Und selbst wenn doch, dann sei es eben so. Wenn jemand mehr die Hand liebt, die schlägt, als den Mann, dem die Hand gehört, dann soll mir das auch recht sein. Ich erfülle dann eben „nur“ einen Zweck und mal unter uns: Sind Spielbeziehungen nicht auch irgendwie „Zweckbeziehungen“? Solange das Gefühl „drumherum“ stimmt und ich es schaffe einer Frau Ruhe und Zufriedenheit zu schenken, glaubt mir, das hilft auch mir.

Depressive Menschen betonen, dass es nicht Zweck des BDSM sei sich schlagen zu lassen, damit man nicht zur Therapie gehen müsse. Und nur reflektierter Umgang mit der eigenen Depression erlaubt überhaupt eine solche Ansage. Und das Vertrauen, welches in mich gesetzt wird macht mich „stabil“. Und es geht dann auch postwendend wieder an den Absender zurück.

Durch den Umgang mit depressiven Menschen habe ich mehr über mich erfahren, als es mir jemals ein anderer stabiler Mensch erzählt hat. Und dafür bin ich sehr dankbar. Und schenke dann auch einfach nur meine Hand, die schlägt und stelle den Mann mit der Hand in den Hintergrund.

„Die Geschichte der jO“ – Rezension

„Die Geschichte der O“ kennt jeder, auch die, die es nicht zugeben wollen. „Die Geschichte der jO“ ist jedoch weitestgehend unbekannt. Die Frage ist: Warum?

Die Autorin erzählt aus der Ich-Perspektive ihren persönlichen Werdegang von der „Unschuld vom Lande“ bis hin zur perfekten „O“.

Die Autorin (Johanna Koltai – https://twitter.com/sklavin_johanna) benutzt dabei keine Umschreibungen, sondern bringt die Dinge auf den Punkt. So spricht sie nicht von „Beischlaf“, sondern vom „Ficken“. Um harmlose Beispiele zu nennen. Dennoch bleibt es erstaunlich unvulgär und es liest sich einfach locker weg.

Wer hochtrabende und ausgefeilte Mitternachtslektüre erwartet, der muss zunächst das mangelnde Lektorat beherzt überlesen können.  Eine Tatsache, die vielen Jungautoren abgeht.

Mich spricht vor allem die Art und Weise an, wie die Autorin respektvoll mit der Tatsache umgeht, dass es sich hierbei um Menschen handelt, die ihren Weg begleitet haben und wahrscheinlich können nur diese selbst sich im Buch erkennen.

Sie beschreibt vor allem die Tatsache, wie sie sich fühlt und was sie so bei den ein oder anderen Dingen denkt. Dem Leser bleibt nicht verborgen, dass diese „O“ eine Prostituierte ist und die Leidenschaft für diesen Beruf echt. Sie kommt jedoch nicht mit dem Ziel daher, mehr Kunden zu finden. Sie will auch nicht aufklären oder zum „O“-Sein überzeugen. Die Autorin will ihre Geschichte erzählen und das tut sie.

Der Rezensionist kennt „O“’s. Persönlich anvertraute und selbst ausgebildete. Vor diesem Wissen kann ich bestätigen, dass eine wirklich glaubhafte Biographie, die sehr viel vom inneren Wesen einer „O“ freigibt, vorgelegt wird. Und ich denke, dass so manchem DummDom, der gerne „O“’s ausbilden will ein wenig die Ohren klingeln werden und er nun angemessen über seine weiteren Schritte nachdenkt.

Aber auch die Frau, die sich mit dem Gedanken trägt eine „O“ werden zu wollen, kann sich in diesem Büchern besser einlesen, als mit dem Original. Es werden moderne Orte und Arten der Demütigung geschildert, die Emotionslage wird sehr deutlich, vor allem das „Warum mache ich das? vs. OMG – Warum mache ich das?“ spielt eine deutliche Rolle.

Ich werde mir den Vierten Teil ebenfalls zur Brust nehmen und freue mich sehr darauf.

https://www.amazon.de/Geschichte-jO-Johanna-Koltai/dp/1523733233/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1476196740&sr=8-1&keywords=geschichte+der+jo

 

Originally posted 2016-10-13 21:23:38. Republished by Blog Post Promoter

#TheTrainingOfO – Der Werbeblock ;-)

„Ich habe da mal was vorbereitet.“ – Max Inzinger, Fensehkoch im ZDF, 70er Jahre.

Extrovertiten haben ein Problem. Sie müssen irgendwie ihre Worte zu Gehör bringen. Mal ganz abgesehen, dass da was mit dem JoyClub läuft, starte ich nun einen Versuch mein Thema nicht nur im JoyClub auf einer Homepage darzustellen. Ich habe auch eine FaceBook-Gruppe dazu aufgemacht. Mein Ziel ist es, nach wie vor, meine Gedanken Frieden stiftend unter das Volk zu bringen, welches sich dafür interessiert.

Es wird Dinge geben, die nur im JoyClub stehen, andere nur hier im Blog und wieder andere nur bei Facebook. Was auch damit zu tun hat, dass es tatsächlich unterschiedliche Zielgruppen sind. Ich entschuldige mich bei den acht Menschen, die ich bei der Erstellung der Gruppe direkt mal reingenommen habe. Irgendwie musste ich das so tun 😉

Viel Froide und schöne Pfingsten.

Master Falbalus

Geschichte der jO

Die Leseproben  bieten eine gute Einsicht in die moderne Welt einer „O“. Immerhin sind seit dem Erscheinen der „Geschichte der O“ schon ein paar Jahre vergangen. Wenn ich zu dieser frühen Zeit richtig rechne (2016-1954=62!) ist es gut und richtig gewesen darüber nachzudenken, durch welche Winkel der Sexualität eine Frau gehen sollte, um eine moderne „O“ zu werden, will sie sich mit der historischen Vorlage vergleichen.

Theoretisch klingt das alles für mich sogar machbar, jedoch persönlich nicht in allen Belangen vertretbar. Am Ende des Tages fehlt Sicherheit. „O“ muss wieder einmal um Liebe und Annerkennung kämpfen. Dennoch eine anregende Lektüre für diejenigen, die das einfach mal ausblenden können.

„Geschichte der jO, Teil 3 – Meine abenteuerliche Reise durch die Welt des SM und der geheimen Perversionen. jO wird von ihrer Herrin, Lady Inka, vor immer extremere Herausforderungen gestellt, damit sie auf diese Weise Scham und Stolz ablegt und sich zu einer richtigen, modernen O entwickelt. Ein besonders großer Schritt für jO ist, dass sie sich öffentlich als Hure zeigen muss. Ihre Erziehung zur O wird auch im Berliner SM-Studio vorangetrieben, wo sie neue Praktiken und Fetische kennenlernt. Herr A. findet Gefallen an ihr und bucht jO als Escort für einen Geschäftstermin in Mailand. Am Ende steht die Vorfreude auf das lang ersehnte Treffen mit ihrer Ex-Herrin, Lady Svenja, bei dem Lady Inka einen ganz bestimmten Plan verfolgt.“

Quelle: Geschichte der jO

Originally posted 2016-09-25 09:20:38. Republished by Blog Post Promoter

Kaminabend BDSM – Das nächste große Ding.

Meine Idee ist verschiedene Charaktere aus dem BDSM an einem Tisch zu vereinen und unter Moderation über BDSM zu reden, so wie wir es leben und erleben.

Mir schwebt vor „öffentliche Personen“ des BDSM, also Menschen wie Dich, der ein eigenes Blog/Forum pflegt/ein SM-Studio besitzt/Bücher geschrieben hat, egal aus welcher Richtung des BDSM einfach mal zu treffen.

Offen über den Werdegang zu reden, wie wir BDSM zu unserer Sache gemacht haben, natürlich auch aufzuklären, wie es unser Leben gestaltet und wie unser Verständnis dazu von BDSM ist.

Gewiss sind wir in der Lage den Mainstream-BDSM hinter uns zu lassen, auf der anderen Seite sind die Kinks im BDSM so unterschiedlich, dass die Bandbreite fast unübersichtlich erscheint. Von reinem SM mit Blut, Klammern und Folter bis hin zum sanften D/s ohne Schmerz, zu Crossdressern, Sissys, FemDom, MaleDom, Gummi, Lack, Leder – you name it.

Und um hier den neugierigen Menschen im Internet eine Möglichkeit zu geben unser Gespräch auch für sich individuell auszuwerten, habe ich den JoyClub gewonnen.

Wir würden uns auf ein paar Termine einigen, welche wir anbieten, vielleicht sogar auf ein/zwei mögliche Orte verständigen und der JoyClub tritt dann in die Organisation ein.

Wichtiger Hinweis: Es sollen keine Filmaufnahmen gemacht werden, sondern der Kaminabend soll auf Tonspur aufgezeichnet und dann journalistisch für die Plattform aufbereitet werden.

Somit sollten diejenigen, die ihre persönliche Diskretion wahren wollen, sicher geschützt sein. Das Vorhandensein eines JoyClub-Profil’s ist nicht zwingend erforderlich. Das ist geklärt.

Als Mitmoderator der Veranstaltung werde ich verbindlich für ein Featurette vor die Kamera treten.

Für ein vielseitiges Gespräch möchten wir gerne 10 Personen (Doms und Subs) in die Runde einladen und würden uns freuen, wenn wir Dich hierfür gewinnen könnten.

Der Platz ist begrenzt für diese einmalige Sache, ich werde aus den Antworten gezielt auswählen. Sei also bitte nicht enttäuscht, wenn Du nicht dabei sein kannst.

Es liegen bereits prominente Zusagen vor. Und es lohnt sich wirklich 🙂

Du kannst mich gerne direkt anrufen: 0172-9032419 oder eine eMail an er@ttoo.blog senden. Gerne beantworte ich Dir Deine Detailfragen und kläre offene Fragen mit dem JoyClub.

Was ganz anderes … „Nackte Tatsachen“ auf RTL

„Leute, das Ende ist nah.“

Ich habe gestern Abend beim Rumzappen einen kleinen Herzklabaster bekommen. Noch nie in meinem Leben habe ich so schlechtes Fernsehen sehen müssen:
„Naked Attraction“

Ich stelle bitte nicht die Protagonisten an den Pranger, das liegt mir fern. Irgendeinen Selbstdarstellungsgrund werden die Damen und Herren schon haben. Extrovertiten müssen da schon zusammen halten. Aber, Leute, vielleicht bin ich auch nur alt und nicht mehr hipp, aber das Ende des guten Geschmacks im deutschen Fernsehen ist damit eingeleitet.

Mehr fällt mir dazu auch nicht mehr ein.

seitenspringerin | Anfang 30 zwischen Liebe, Sex, Vanilla und BDSM. Mit Herz, Hirn und ganz viel Neugierde.

Das sehr lohnenswerte Blog einer treuen Mittwitterin.

Von ihr habe ich den Begriff „Fangirl“ gelernt. Nun muss sie auch mit „Fanboy“ leben 😉 Es ist mir immer wieder einer Freude, sie auf meinem Sofa persönlich begrüßen zu dürfen.

Und nun: Denkt, was ihr wollt ^^

Quelle: seitenspringerin | Anfang 30 zwischen Liebe, Sex, Vanilla und BDSM. Mit Herz, Hirn und ganz viel Neugierde.

Originally posted 2016-04-23 14:10:30. Republished by Blog Post Promoter

Einfach mal zusammenstreichen …

Das hier ist nun wirklich nix Erotisches, aber für die Verfolger einfach nur der dezente Hinweis, dass es in Zukunft nur noch den @EmEmBDSM als Privataccount/Pimpaccount und @SecretNightJC für die (semi-)professionelle Variante auf Twitter geben wird. Alle anderen Accounts werde ich auf @EmEmBDSM vereinigen.

Der Grund ist weniger das Handling als solches, sondern auch die Tatsache eines gewissen „Overkills“ an BDSM, wenn man allen Accounts folgt und sich eben auch ab und an Veröffentlichungen damit vervierfacht haben. Ursprünglich gedacht war einen privaten Account zu haben, einen für den Zirkel, einen für den Pimp und eben auch einen für BDSM-Aufgabenhandbuchmustervervorlagen. Das Dilemma allen folgen zu wollen, nur um eventuell dann doch zu muten oder zu entfolgen.

Natürlich bleiben Facebook-Account für Privat und SecretNight davon unberührt.

So long und bis später 🙂

ParcoursGedanken – #CircleOfFalbalus

Und vielleicht ist es ja auch alles viel einfacher als gedacht?

Wenn Medulla und ich uns mit dem #CircleOfFalbalus im Hinblick auf das, was wir uns so als „O“ vorstellen, beschäftigen, so kommen wir immer wieder auf den „Parcours“ zurück.

Gemessen an der Zeit bis zum #Fuffzig muss es ja Zwischenziele geben und ich denke, dass wir eine gute Idee davon haben, an welchem die geneigte Bewerberin sich entlang hangeln kann.

So beschreiben die sieben Todsünden recht gut, an welchem Weg es entlang geht und ich mag diese hier einmal aufzählen.

Jeder Schritt beschäftigt sich mit einem Kernpunkt, den es zu überwinden gilt, bevor Du aufsteigst. An dieser Stelle möchten wir das nicht weiter ausführen. Du darfst jedoch davon ausgehen, dass alles nicht nur in einem sexuellen Kontext gesehen werden kann. Selbst wenn dies zu 95% der Fall sein wird.

  1. Superbia
    Hochmut (Stolz, Eitelkeit, Übermut)
  2. Avaritia
    Geiz (Habgier)
  3. Luxuria
    Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren)
  4. Ira
    Zorn (Wut, Rachsucht)
  5. Gula
    Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Selbstsucht)
  6. Invidia
    Neid (Eifersucht, Missgunst)
  7. Acedia
    Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Trägheit des Herzens)

The Circle of Falbalus – #CircleOfFalbalus

Originally posted 2016-07-25 14:44:00. Republished by Blog Post Promoter

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen