After Porn Ends 2 – #gedankenverloren

After Porn Ends 2 – #gedankenverloren

Ich hatte schon den ersten Teil als externe Sicherungskopie auf YouTube gefunden und war froh, dass er doch tatsächlich auf Netflix zu finden ist. Das soll nun keine Werbung für Netflix sein, aber irgendwie dann doch. Selten findet man Dokumentationen, die sich ernsthaft mit dem Thema Pornographie auseinander setzen und (natürlich) neben ein paar Titten, echte und wahre Geschichten aufzeigen.

Nun fand ich per Zufall den zweiten Teil und habe ihn dann auch gleich verschlungen. Und weil das noch nicht alles ist, kommt er auch nicht synchronisiert daher und deutsche Untertitel hat er auch noch nicht. Perfekt für mich 🙂 Ich muss nicht immer alles 1:1 verstehen … vieles ergibt sich einfach, wenn man sich auf sein Schulenglisch berufen kann. Also: Licht aus – Film Ab.


Wie wohl so ziemlich jeder bin auch ich Pornokonsument. Und an einer Stelle gibt eine Darstellerin auch gleich die Kehrseite der Medaille preis. Jetzt, wo sich wirklich jeder eine HD-Kamera kaufen kann und sein Schlafzimmer in ein Studio verwandelt fallen die Preise und die Budgets. Es wird immer schwieriger wirklich Pornostar zu werden, und die die es sind, machen viel mehr als noch früher. Oder sie verstecken sich in kleinen speziellen Spezialnischen. War es früher möglich davon wirklich und gut zu leben, scheint dies heute nicht mehr der Fall zu sein und die ausgewählten Menschen erzählen wahrhaft unterschiedliche Geschichten.

Am Ende steht bei mir immer folgende Frage: Wenn doch Pornos so geil sind und der masturbierende Kunde dankbar für die Bilder ist, warum werden die Darsteller so stigmatisiert und finden „After Porn Ends“ kaum Anschluss an die reale Welt? Ähnliches gilt ja auch für Prostituierte. Man(n) liebt sie, aber später in die Firma will Man(n) seine ehemalige Stammhure auch nicht einstellen. Und es stellt sich mir die Frage, warum junge Mädchen heute wirklich noch auf die Idee kommen, mit ein wenig „Beine breit“ vor der Kamera reich und berühmt zu werden, wenn die durchschnittliche Karriere maximal vier Monate (VIER! MONATE!) anhält?

Meine persönliche Begegnung hatte ich Anfang der 90er mit Sarah Young, einer jungen Britin, welche damals mit eigenem Label durch Deutschland tourte. Sie hat Männer mit ihrer eigenen Vorliebe für Facials („ins Gesicht spritzen“ Die Red.) verrückt gemacht und gleichzeitig auch darauf sozialisiert. Geschluckt wurde niemals. Aber gerade das scheint in der heutigen Pornokultur Gang und Gebe zu sein. Eine Darstellerin, die nicht (irgendwann mal) schluckt, kommt nicht vor die Kamera. Die Szenen werden immer heftiger, weil man mit „Stino“-Sex nichts mehr verkaufen kann. Der werte Leser sollte sich mal in den Archiven von Maxdome umschauen im Fach „Erotik“. Da gibt es wirklich einige sehenswerte Filmchen und ja, ich würde sagen, einige sind tatsächlich pornografisch. Da heiratet zwar auch niemand, aber man muss inhaltlich den Kopf einschalten um den Film zu verstehen.

Nein, ich hatte körperlich nichts mit der Dame zu tun, aber wir liefen uns beinahe in Köln über den Haufen Ecke Hohenzollernring/Rudolfplatz. Ich auf dem Weg zur Straßenbahn und sie auf dem Weg ins Dr. Müllers wegen des Promoauftrittes. Später erinnerte ich mich daran, dass ich vergessen hatte um ein Autogramm zu bitten. Meine Mutter erzählte mir mal, dass ihr Ähnliches mit Ephraim Kishon passiert sei. Der „Unfall“ geschah auf der Kölner Pfeilstraße. Ich glaube aber, dass meine Mutter bis heute nicht weiß, wer Sarah Young ist 😉

 

After Porn Ends 2 …

 

Posted on: 12. Juni 2017falbalus

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