Monat: Mai 2017

BDSM … alles nichts, oder?

Habe ich schon mal erwähnt, dass ich BDSM toll finde?
„Jahaaa“ … maulen da so manche und irgendwie haben sie auch recht.

Als Extrovertit, der ich nun mal bin, laufe ich zwar nicht mit einem Schild in der Hand oder Laufschrift auf der Stirne herum, aber wer fragt, bekommt Antwort. Ergiebige Antwort. Und mache behaupten, ich würde dabei nicht mal auf den Punkt kommen.

„Jahaaa“ … höre ich mich sagen. Und vielleicht ist es einfach an der Zeit, das von der anderen Seite zu betrachten.

Auf Twitter habe ich mal die Frage gelesen, ob ein Mensch überhaupt noch sexuell aktiv sein darf, wenn er/sie keinen BDSM mag.

Klare Kante: Natürlich!

Auch wenn es sich so anhören mag: Wir hier, die wir Dunkles mögen, stehen nicht an der Spitze der sexuellen Intelligenz.

Ich denke, dass wir einfach anderes tun, was für uns „normal“ ist. Und das ist genau so „normal“, wie das andere „Normal“. Wir ficken nicht besser oder schlechter als jeder andere Mensch, nur weil wir uns gegenseitig fesseln und schlagen und foltern oder sonst wie. Unsere „Normalität“ ist einfach nur eine andere.

Wir drücken Liebe mit anderen Mitteln aus.

Es wurde viel geschrieben seit dem #50SOG in die Bücher, spätestens in die Kinos, kam. Und ja, die Menschen, die mit BDSM tun, haben sich unterschiedlich darüber aufgeregt und ausgelassen. Die ganzen „Stinos“, die nun denken, dass dies nun BDSM sei, wurden zT mit ähnlich verachtenden Blicken gesegnet, wie auch die BDSMer mit merkwürdigen Blicken bedacht wurden. Hat #50SOG nun eine Kluft zwischen die Menschheit getrieben? Also in die, die BDSM tun, die die BDSM verstehen und die, die dem Ganzen nichts abgewinnen können?

Leute, bitte, lasst mich eines festhalten:
Nichts spricht gegen eine Liebe zwischen Menschen, die einfach nur kuscheln, knutschen und stöpseln wollen.

Diese Form der Sexualität ist weder besser, noch schlechter als BDSM (oder andere Formen der Sexualität).
Wir sind halt „nur“ verschieden. Und das war es auch schon.

 

 

#CircleOfFalbalus – The First Avengress

13.09.2016 – 19:00 Uhr

Sie erschien überpünktlich.
Die erste Frau, die wir einluden sich vorzustellen.
Leider hatte Medulla an diesem Dienstag keine Zeit, weswegen ich den Abend mit L. alleine verbrachte. Hinweis: L. erschien, für sie absolut untypisch, in einem Kleid. Ich fand das sehr nett und angemessen.

Das Eis war ziemlich schnell gebrochen und wir unterhielten uns sehr tief über so ziemlich jedes Thema, was uns in den Sinn kam. Dies war ihr ebenso wichtig wie mir. Und wäre da nicht der nächste Arbeitstag hätten wir wohl die ganze Nacht in unseren Geschichten, Ansichten, Sehnsüchten und Hoffnungen gebadet.

Am Ende war dann auch klar, dass es schnell zu einem Date zusammen mit Medulla kommen sollte. Denn ohne dass Medulla sich mit L. austauschen kann, würde es keine First Avengress geben.

Dieses Date ist nun terminiert. Freude \o/

Originally posted 2016-09-17 11:53:35. Republished by Blog Post Promoter

Senior-Sub – The „O“-Sessions

Gleich zwei Dinge erfüllen derzeit mein Herz. Nach dem Weggang von M. gab es ein Date und Hirnventrikel musste einspringen.
Organisiert man einen GangBang, so steht man als ausführender Dom schon ein wenig in der Pflicht zu liefern. Sonst braucht man sich gar nicht erst Gedanken über weitere zu machen.

Im ersten Date ging es um eine Vorführung in einem Pornokino mit Überlassung. Dabei hatte ich vorher die Herren bereits ausgewählt und verabredete mit Ihnen ein Geheimzeichen, denn nur diese sollten in den vollkommenen Genuss kommen. Leider erschien nur ein Herr (q.e.d. – gnarf!), aber der Abend war ein voller Erfolg und für Hirnventrikel der erste Fremdfick im Beisein ihres Partners überhaupt.

Dieses Wochenende war es ein wenig anders, denn es war Hirnventrikel, welche selbstbewusst und selbstbestimmt, ohne mein weiteres Zutun, sich Partner auswählte, diese an mich verwies und ich mit jenen die Klarheiten des Abend beseitigte. Am Ende meldete sich nur ein Mann bei mir, aber leider … erschien er nur, aber er kam nicht. Ein junger Mann, Potenz strotzend, aber es reichte vor lauter Aufregung für ihn nicht zum finalen Schuss. Dennoch war Hirnventrikel sichtlich befriedigt. Mit der Notiz nicht mehr das Sofa zu nehmen, respektive die harte Ecke zu vermeiden.

Mein Voyeur wurde bestens bedient. Und ich möchte Hirnventrikel meinen Dank aussprechen, dass sie mir dieses Dasein ermöglicht.

The Second Avengress … coming soon.

Es wurde schon ein wenig länger „unterm Tisch“ gehalten als üblich. Nur Diskretion ist halt eben nun mal Ehrensache.

Ich darf der verwunderten Lesegemeinde mitteilen, dass wir, wenn nicht nach Murphy „alles schief gehen kann, was schief gehen kann“, den #CircleOfFalbalus um eine weitere Dame bereichern werden. Zugegeben nach dem Weggang von M. schien dies einstweilen nicht so sicher, aber wir haben es dem Mut der Dame zu verdanken. Sie schrieb mich vor ein paar Wochen an und wollte „eigentlich“ nur wissen, wie das nun so alles geht.

Ich traf mich mit ihr auf einen Kaffee, ohne wirklich Ziele zu verfolgen, aber es wurde ziemlich schnell klar, wohin die Reise gehen könnte. Viele Stunden schrieben wir uns noch um die Ohren, natürlich mit dem Wissen von Hirnventrikel und Tara und loteten uns aus. Am Ende kam das erste Spieldate ebenso zügig. Mit der Besonderheit, dass Hirnventrikel auf ihr Beisein verzichtete, um es der Dame einfacher zu machen. Und nach diesem Wochenende stand fest, dass sie gerne dem Zirkel beitreten wollte.

Was nun noch fehlt, Zirkelregelngedöns, ist, dass die Hirnventrikel die Dame persönlich kennen lernen möchte. Nach allem, was wir bereits an diesem Wochenende besprochen haben (der Rest des Wochenendes im nächsten Eintrag), ist dies lediglich ein formaler Akt. Und danach werde ich sehr gerne auch Namen und Standort der neuen „Second Avengress“ bekannt geben.

 

… stay tuned.

Prosaisch

„Wenn du zum Weibe gehst, vergiss die Peitsche nicht!“ –  Friedrich Nietzsche

Es ist erstaunlich, was aus diesem Mann so geworden ist. Als kleiner Mann so um die 30 halbwegs angekommen auf der dunklen Seite.
Jetzt mit 47 ganz exakt dort, wo er sein wollte. Lassen wir den Beruf mal beiseite (der ist ja immer irgendwie so lala) ist mein Privatleben derzeit intakt, wie es nicht besser sein kann.

Ich bin mit mir im Reinen. Ich bin ausgeglichen. Ich bin fest. Ich wackele wenig bis kaum.

Eine Bekannte sagte mir mal, ich sei dieser berühmte Fels in der Brandung und als Dom eine interessante Mischung aus extrovertierter Rampensau auf der einen Seite, niemals ruhig, immer den nächsten Kink im Auge, immer auf dem Weg neue Dinge zu bewegen um seine Frau und seine Sub glücklich zu machen und stiller, väterlicher Freund und Mann auf der anderen Seite, der zwar nicht immer einen Rat weiß, aber in dessen Arm man enthemmt weinen kann, jede Wortäußerung zwar wertet, aber nicht bewertet.

Ich bedanke mich sehr für dieses Kompliment.

Und ja … das ist dann wohl auch so. Das ist dann wohl dieses Angekommen im Leben. Das Angekommen sein bei sich selber.

Manche sagen, dass der Erfolg viele Väter hat, aber allen Unkenrufen zum Trotz wurde ich mehrheitlich durch Frauen domest…. ähm sozialisiert 😉
Und vielleicht liegt es auch daran, dass ich nicht so wie ein Mann ticke. Ich interessiere mich weder für schnelle Autos, noch für Kampfsport, teure Uhren, Fußball.
Meine Frau sagt immer, dass ich eher die Frau in unserer Beziehung bin. Und ich mag dem mittlerweile auch gerne zustimmen. Selbst wenn mich das ab und an „süß“ macht.

Ich habe im täglichen Leben eine lebensdevote Ader, ohne jedoch den Ansatz zu haben es allem und jedem Recht zu machen.
Ich mag mich gerne um meine Mitmenschen kümmern, halte so gut es geht mehr oder weniger Kontakt.
Ich werde kaum bis wenig laut, weil ich gelernt habe, was im leben wichtig ist und was nicht.
Vielleicht gehe ich mit einigen Dingen etwas sorgloser um, und meine Frau (und auch die Sub!) klopfen mir ab und an auf die Finger.

Mein Herz ist keine Einbahnstraße, sondern schüttet Liebe und Zuneigung aus. Ich mag mich nicht mehr an diesen Typen erinnern, der ich mal war.
Vielleicht bin ich auch gerade erst aus der Pubertät raus, wer weiß das schon so genau 🙂

Ziele, die ich verfolge, die verfolge ich. Gemächlich. In stressigen Situationen aber reagiere ich bestimmend. Schnelle Entscheidungen.

Ich habe zwei wundervolle Kinder und meine Tochter (11) ist eindeutig ein Vaterkind, auch wenn sie nicht meine leibliche Tochter ist. Sie wird eine hübsche, junge Dame werden und ich wünsche ihr, dass sie niemals auf so einen Typen trifft, wie ich es mal gewesen bin. Sie ist gerade so in der Mischung aus kleinem Mädchen und großer Tochter. Eine extrem spannende Zeit. Die Frau an meiner Seite wünscht mir dann immer viel Spaß, wenn sie ein Pubertier wird. Mein Sohn (8) ist wohl wirklich eine kleine Ausgabe von mir. Ein Miniextrovertit. Sie kennen das ja mit dem Apfel und dem Stamm. Ein kleiner Wadenbeisser und Charmeur, der nicht locker lässt. Er muss noch lernen, wann es Zeit ist aufzuhören und dann sollte es später auch mit den Frauen klappen. Ihm wünsche ich jemanden, der so ist wie meine Frau. Oder meine Sub. Jemand, der ihm charmant, aber bestimmt auf die Finger klopft. Er wird es brauchen.

Leute, das Leben fesselt. Es ist derzeit aufregend und spannend und mein Herz ist zum Bersten gefüllt. Selten zuvor, war ich mit mir im Reinen und Eins.

Und ich denke, dass in den Zeiten in welchen wir heute leben, die politisch ziemlich durchwachsen sind, wo rechtspopulistische Menschenverachter in die Parlamente zurückkehren, ihr mal etwas, einfach etwas sehr, sehr Schönes lesen solltet.

Martin

 

Kaminabend BDSM – Das nächste große Ding.

Meine Idee ist verschiedene Charaktere aus dem BDSM an einem Tisch zu vereinen und unter Moderation über BDSM zu reden, so wie wir es leben und erleben.

Mir schwebt vor „öffentliche Personen“ des BDSM, also Menschen wie Dich, der ein eigenes Blog/Forum pflegt/ein SM-Studio besitzt/Bücher geschrieben hat, egal aus welcher Richtung des BDSM einfach mal zu treffen.

Offen über den Werdegang zu reden, wie wir BDSM zu unserer Sache gemacht haben, natürlich auch aufzuklären, wie es unser Leben gestaltet und wie unser Verständnis dazu von BDSM ist.

Gewiss sind wir in der Lage den Mainstream-BDSM hinter uns zu lassen, auf der anderen Seite sind die Kinks im BDSM so unterschiedlich, dass die Bandbreite fast unübersichtlich erscheint. Von reinem SM mit Blut, Klammern und Folter bis hin zum sanften D/s ohne Schmerz, zu Crossdressern, Sissys, FemDom, MaleDom, Gummi, Lack, Leder – you name it.

Und um hier den neugierigen Menschen im Internet eine Möglichkeit zu geben unser Gespräch auch für sich individuell auszuwerten, habe ich den JoyClub gewonnen.

Wir würden uns auf ein paar Termine einigen, welche wir anbieten, vielleicht sogar auf ein/zwei mögliche Orte verständigen und der JoyClub tritt dann in die Organisation ein.

Wichtiger Hinweis: Es sollen keine Filmaufnahmen gemacht werden, sondern der Kaminabend soll auf Tonspur aufgezeichnet und dann journalistisch für die Plattform aufbereitet werden.

Somit sollten diejenigen, die ihre persönliche Diskretion wahren wollen, sicher geschützt sein. Das Vorhandensein eines JoyClub-Profil’s ist nicht zwingend erforderlich. Das ist geklärt.

Als Mitmoderator der Veranstaltung werde ich verbindlich für ein Featurette vor die Kamera treten.

Für ein vielseitiges Gespräch möchten wir gerne 10 Personen (Doms und Subs) in die Runde einladen und würden uns freuen, wenn wir Dich hierfür gewinnen könnten.

Der Platz ist begrenzt für diese einmalige Sache, ich werde aus den Antworten gezielt auswählen. Sei also bitte nicht enttäuscht, wenn Du nicht dabei sein kannst.

Es liegen bereits prominente Zusagen vor. Und es lohnt sich wirklich 🙂

Du kannst mich gerne direkt anrufen: 0172-9032419 oder eine eMail an er@ttoo.blog senden. Gerne beantworte ich Dir Deine Detailfragen und kläre offene Fragen mit dem JoyClub.

Was ganz anderes … „Nackte Tatsachen“ auf RTL

„Leute, das Ende ist nah.“

Ich habe gestern Abend beim Rumzappen einen kleinen Herzklabaster bekommen. Noch nie in meinem Leben habe ich so schlechtes Fernsehen sehen müssen:
„Naked Attraction“

Ich stelle bitte nicht die Protagonisten an den Pranger, das liegt mir fern. Irgendeinen Selbstdarstellungsgrund werden die Damen und Herren schon haben. Extrovertiten müssen da schon zusammen halten. Aber, Leute, vielleicht bin ich auch nur alt und nicht mehr hipp, aber das Ende des guten Geschmacks im deutschen Fernsehen ist damit eingeleitet.

Mehr fällt mir dazu auch nicht mehr ein.

Touch Mahal Bonn … Tantra als Paar

Wie man so hübsch auf Twitter hat verfolgen können, haben Medulla und ich uns was gegönnt. Gestern besuchten wir gemeinsam das „Touch Mahal“ in Bonn und tauchten ein in die Welt des Tantra.

Man muss dazu sagen, dass es für mich nicht das erste Mal gewesen ist, diesen Tempel der Lust zu besuchen. Bereits vor vier Jahren bin ich dort gewesen und hatte den Laden noch in sehr guter Erinnerung. Jedoch musste ich wohl 46 werden, um erstmals auch mit einer Partnerin, meiner Frau nun, als Paar auf die Matratze zu gehen. Wir mögen diese Dinge, diese ersten Male, die man auch im „gehobenem“ Alter gemeinsam erleben kann.

Für Medulla war es überhaupt der erste Besuch in einem Tantra-Studio, weswegen sie durchaus ziemlich nervös war.

Wir wurden von zwei sehr freundlichen Damen empfangen, eine von ihnen war nur wegen uns an diesem Tag da, da sie eine spezielle Ausbildung für Tantra von Frau zu Frau hat. Die Unterhaltung war sehr locker und wir wurden über alles informiert, wie der grobe Ablauf sei, eine kurze Tour durch die Räumlichkeiten inbegriffen.

Die Entscheidung, ob wir nun zusammen auf eine Matratze gingen oder jeder von uns separat mit einer Dame ging, traf Medulla recht spontan. Und so blieben wir in dem Raum, der als Beitragsbild beigefügt ist.

Medulla und ich gingen zunächst gemeinsam duschen, was uns so und so schon anregte und ich muss gestehen, in dieser Dusche hätten noch zwei weitere Personen Platz gehabt. Nachdem wir uns entschlossen haben, so eine Dusche für ein künftiges gemeinsames Haus haben zu wollen, gingen wir wieder in den Massageraum zurück und die beiden Damen platzierten uns so, wie sie es für ihre Arbeit brauchten.

Der Duft, die Musik und die sanften Berührungen der anfänglichen Tantra-Rituale ließen mich vergessen, wo ich war und ich schaltete einfach ab. Jedoch musste ich ab und an dann doch die Augen leicht öffnen, um zu sehen, wie sich Medulla fühlte. Zum ersten Mal von einer Frau berührt zu werden und das in Gegenwart ihres Mannes, der soundso ein Voyeur vor dem Herrn ist. In ihrem Gesichtsausdruck konnte ich jedoch keinerlei Missstimmung erkennen und so gab ich mich den Berührungen meiner Dame einfach hin.

Zum Ende trafen sich die Hände von Medulla und mir und wahrscheinlich in genau „dem“ Augenblick griff sie fest zu und so konnte ich auch loslassen. Tatsächlich hatte ich keinen Orgasmus, aber Medulla versicherte mir, dass es bei ihr nicht der „große“, wie mit dem Magic Wand war, sondern eher viele kleine.

Es war dennoch ein sehr intensives Erlebnis für uns beide und ich möchte an dieser Stelle nicht nur Werbung für diesen Schuppen machen, sondern auch dazu ermuntern, dass andere Paare sich diesen Ausflug gemeinsam gönnen sollten. Und zwar in das …

http://www.touchmahal-bonn.de/

Originally posted 2016-09-04 16:59:25. Republished by Blog Post Promoter

Business Development Meeting – Teil Eins

‚Nichts ist lebendiger als der Verlockung nicht zu widerstehen.‘

Der Termin kam kalt um die Ecke. „Personalgespräch“ – keine weiteren Inhalte, Agenda, nichts. Keine Ahnung, wie frau sich auf sowas vorbereiten sollte. Das Einzige was ihr bewusst war, dass es nichts Schlimmes ist. Und doch durchpflügte sie ihre Erinnerungen, ob da nicht doch irgendwas gewesen sei, wegen dem sie sich nun verantworten müsse. Ob sie nachfragen könne?

Sehr geehrter Herr,

ich bedanke mich für die Möglichkeit, mich Ihnen in einem Personalgespräch zu präsentieren.

Gott, wie unterwürfig. Aber sie wusste, dass ihr Chef auf sowas abfuhr. Sie lächelte. Ein netter Chauvi. Hat Frauen gerne dort, wo sie seiner Meinung hingehören. Zu seinen Füßen und auf den Knien. Tatsächlich schmunzelte sie bei dem Gedanken, wie sehr sie sich zu ihrem eigenen Vorteil geändert hat, ohne sich wirklich zu verändern. Vor allem die Einstellung zu „solchen“ Männern. Ihr Chef wusste genau, was er von einer persönlichen Assistentin wollte und was nicht. Und egal, was es war – es war niemals zu ihrem Nachteil.

Sehr gerne möchte ich mich auf den Termin vorbereiten und würde gerne so in etwa wissen, ob ich mich auf etwas Bestimmtes vorzubereiten habe?

Freundliche Grüße

*Klick* – versendet. Vielleicht antwortet er ja noch. Um manche Dinge machte er immer ein großes Geheimnis. Als würden kleinere Staaten daran zugrunde gehen, wenn auch nur der Hauch einer Idee von einer Wahrscheinlichkeit seine Lippen verlassen würde. Sie rollte mit den Augen. *Pling*

Danke, dass Sie mich daran erinnert haben.
Ich wünsche mir, dass Sie sich Gedanken über mögliche zukünftige Aktivitäten machen.
Wo sehen Sie sich also in sechs Monaten? Welche Aufgaben würden Sie gerne übernehmen oder auch welche möchten Sie abgeben.
Es ist mir wichtig, dass Sie sich bei uns wohlfühlen und Sie stets Befriedigung bei Ihrer Arbeit finden.
Ihre Mitarbeit wird sehr geschätzt.
Bitte halten Sie sich an die Kleiderordnung.
Freundliche Grüße

Das kann ja mal wieder alles und nichts bedeuten. Zwischen „In den Ausschnitt starren“ und „In den Schritt greifen“. Nachfragen hilft nicht immer. Sie würde es wohl niemals lernen, dass er üblicherweise sehr offen ist, aber ansonsten – er würde wohl eher lügen, anstatt ihr seine Idee für dieses Gespräch zu beschreiben. Es ist zu einem kleinem Spiel mit der Macht geworden. Er bestellt ein, sie fragt nach, er antwortet … nicht. Eine eindeutige Position. Besser geht es ja auch nicht. Er wäre ja auch nicht der Chef würde er sich in diesem Aspekt seines Lebens in die Karten schauen lassen.

Die Kleiderordnung war relativ simpel. Er hatte dies einmal mit einer 3H-Regel erläutert. Halsband, Halterlose und High Heels und eine Frau ist bereits ausreichend gekleidet. Alles in Schwarz und ohne SchnickSchnick. Keine Röschen, Schleifchen oder anderes Getüdel. Darüber noch ein Kleid für „draußen so“. Oder Rock und Bluse, aber niemals Hosen. Der Chef war da schon ziemlich straight, wenn es um seine Wurst ging. Sie grinste. Aber sie empfand das auch nicht als großes Übel. Es erregte sie immer sehr, seine Erregung unmittelbar und zwingend zu erleben. Als direkte Antwort auf ihre Kleidung. Und sie hat selber erlebt, dass Frauen in Strumpfhosen oder gar Hosen bei ihm in „diesem“ Zusammenhang eher kalt ließen. Obgleich sie sich in diesem Punkt auch nicht immer so sicher war. Jedenfalls nicht bei ihr selbst. Und es war ein gutes Gefühl für sie, dass durch einen kleinen Griff in die Kleiderkiste einen Chef bekam, den sie dadurch zwar beeindrucken, aber nicht in seinem Tun beirren konnte. In seiner Nähe könnte sie auch Ausschnitt bis zur Schamlippe tragen und er würde sie so behandeln, als sei das völlig normal.

Eben ein Dom.

Als sie sich am nächsten Tag auf den Weg zu ihm machte, frisch rasiert, dezent geschminkt, schob sie im Auto ihren Rock über den Po und setzte sich so blank auf das Leder. Sie zerrte das Smartphone aus der Tasche, öffnete WhatsApp und fotografierte genau zwischen ihre Beine und schob dabei zwei Finger in sich.

Ich fahre nun los.

*Klick* versendet.

In solchen Momenten wünschte sie sich einen Automatik. Es war ihr durchaus wichtig bereits feucht zu sein, wenn sie bei ihm ankam. Obgleich sie sich sicher war, dass bereits sein Blick dafür ausreichen würde.

Ende – Teil Eins

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