Monat: April 2016

seitenspringerin | Anfang 30 zwischen Liebe, Sex, Vanilla und BDSM. Mit Herz, Hirn und ganz viel Neugierde.

Das sehr lohnenswerte Blog einer treuen Mittwitterin.

Von ihr habe ich den Begriff „Fangirl“ gelernt. Nun muss sie auch mit „Fanboy“ leben 😉 Es ist mir immer wieder einer Freude, sie auf meinem Sofa persönlich begrüßen zu dürfen.

Und nun: Denkt, was ihr wollt ^^

Quelle: seitenspringerin | Anfang 30 zwischen Liebe, Sex, Vanilla und BDSM. Mit Herz, Hirn und ganz viel Neugierde.

Hotelgirl I

Spät am Abend bewegte sie der Gedanke, dass es da noch etwas gibt, was er sehen sollte. Sie wusste nicht, wie sie es ihm sagen sollte, aber sie wollte, dass er ihre wahrlich durchtriebene Seite nicht nur kennen lernt, sondern auch erlebt.

Also sagte sie ihm: „Mein Herr, da ist etwas, was Sie über mich wissen sollen. Aber … ich habe nicht den Mut darüber zu reden. Ich kann es Ihnen nur zeigen. Und genau so, wie ich Ihnen vertraue, so bitte ich darum, dass Sie mir heute vertrauen und die Dinge einfach geschehen lassen.“ Er nahm sie in den Arm: „Ich vertraue Dir blind. Du wirst mich nicht verletzen.“ – „Dann ziehen Sie sich das Sakko an, darunter ein Hemd. Jeans reicht.“

Als er umgezogen nach einer kurzen Dusche wieder ins Zimmer trat, hatte sie ein sehr schönes Kleid an. So also, wolle sie groß weggehen.
Er nahm Sie an die Hand: „Gehen wir?“. Sie lächelte: „Ja, mein Herr!“ und drückte ihm einen Kuss auf.

Noch im Aufzug ließ sie ihn spüren, dass sie unter ihrem Kleid völlig nackt war und nur ihre Beine mit halterlosen Strümpfen bedeckt wurden.

„Sie werden sich nun bitte an einen Tisch setzen, während ich mich an die Bar begebe. Schauen Sie bitte nur zu.“ – „Sehr wohl, Liebste“. Und schon in diesem Augenblick verspürte er eine gewisse Enge in seiner Hose. Sie sah es und strich sanft hinüber. „Bitte gehen Sie zuerst hinein, mein Herr. Ich werde folgen.“

Er suchte sich einen Platz am Tisch in der Nähe der Bar und machte es sich gemütlich. Er hatte einen guten Blick in den Raum und bestellte sich einen lieblichen Wein und lehnte sich zurück.

Auftritt.
Sie kam beschwingt durch die Türe und steuerte auf die Bar zu und setzte sich lasziv in Pose. Schlug die Beine übereinander und spielte mit dem Rocksaum. Was nicht ohne Wirkung bei ihm blieb. Jedoch beachtete sie ihn nicht. Doch in Gedanken ließ sie sich von ihm hier auf seinem Tisch durchficken.

Und es blieb auch ansonsten nicht ohne Wirkung. Er sah wie ein Geschäftsreisender sich neben ihr den Hocker zurecht rückte.
Sie flirtete mit ihm und sie tranken etwas zusammen. Ganz gelassen. Und er genoss den Anblick, wie dieser fremde Mann mit seiner Liebsten flirtete und sie mit ihm.
Und wie dieser fremde Mann ganz offensichtlich, er würde wohl das gleiche tun, versuchte sich anzunähern. Und sie es zuließ.
Sanfte Berührungen, seine Hand auf ihrem Knie. Mit dem Saum spielend. Ihre Hand auf seinem Bein, ihn sanft streichelnd.

Er empfand es als sehr angenehm zuzusehen, wie seine Liebste diesem Fremden mit ihren Fingern um die Beule in seiner Hose strich und ihm Dinge ins Ohr flüsterte.

In seinem Kopf spielten sich ganze Filme ab, aber vor allem die Frage: Wie weit wird sie nun gehen?

Die Antwort blieb nicht lange aus, denn er sah, wie der Fremde sich umschaute. Sie nahm den Fremden an die Hand und gab ihrem Herrn ein Zeichen. Sie signalisierte eine Fünf und sie verschwand mit dem Fremden.

Als er fünf Minuten später das Hotelzimmer betrat, sah er seine Liebste, wie sie in dem sanften Schein der Nachttischlampe vor dem Fremden kniete und seinen Penis liebkoste.

Er suchte sich einen Stuhl und schaute zu.

Und war glücklich.

Vorführung und Zuführung

Vorführung

Bei der Vorführung wird der submissive Partner anderen Menschen als Sexobjekt gezeigt.

Der submissive Partner wird teilweise oder komplett entkleidet werden, so dass die Beobachter sich am Anblick aufgeilen können.

Des weiteren kommt es in Anwesenheit anderer oftmals zu Sex zwischen Dom und Sub unter den Augen anderer.

Dies findet zumeist in Pornokinos statt, um eine anonyme Masse zu haben, wobei die Sub nicht zur Verfügung gestellt wird (Zuführung).

Es geht um den Reiz beobachtet zu werden und die Sub eindeutig auf das Sexobjekt zu reduzieren. Möglich ist, dass der Dom den submissiven Partner von Fremden anfassen lässt. Mehr aber auch nicht.

In kleinerem Kreis (unter Paaren) werden die Subs ebenfalls als Sexobjekt gesehen, wobei die Doms sich im Beisein der Subs über die Vorteile der Subs austauschen, um eine (kurzfristige) Überlassung (Partnertausch) zu vereinbaren. Es gibt für die Subs eine Kleiderordnung und sie haben sich auf Anweisung ganz oder teilweise ihrer Kleidung zu entledigen, um sich so ins rechte Licht zu rücken.


 Zuführung

 Darüber hinaus gehend, lässt der Dom andere Partner seine Sub nicht nur anfassen, sondern stellt die Sub auch für Sex zur Verfügung. Dabei hat die Sub kein Mitspracherecht bei der Auswahl der Partner. Dies kann ebenfalls in Pornokinos stattfinden, da die anonyme Masse ein dankbares Publikum darstellt.

Auch wenn die Sub eine Masochistin ist, wird sie in den meisten Fällen „nur“ zum Sex mit Fremden verpflichtet. Daher wird es meist über einen Blowjob und Vaginalverkehr nicht hinausgehen. Aber je nach Absprache wird die Sub auch für Gangbangs oder Massenbesamungen (Auf Brüste oder Gesicht oder in den Mund) freigegeben. Der Dom achtet dabei stets auf seine Sub und lässt sie niemals alleine. In ihrer Vorstellung tut die Sub dies alles jedoch nur für ihren Dom, um ihm zu gefallen, und nicht, um anderen zu gefallen.

Denkbar ist auch, dass die Sub als Prostituierte unterwegs ist und damit der Dom den Zuhälter spielt. Das scheint sogar recht weit verbreitet zu sein, denn der Wert der Sub steigt durchaus, wenn andere bereit sind für Sex mit ihr Geld zu bezahlen.

Die Krönung ist, wenn der Dom seine Sub auch über Nacht oder länger an einen anderen Mann „verkauft“.

Dem geht jedoch in vielen Fällen eine eingehende Vorführung mit einem anderen Paar voraus, um die submissiven Partner zu tauschen.

 Die „Geschichte der O“ behandelt den Weg, dass „O“ einem anderen Mann dauerhaft übereignet wird. Deswegen bleibt „O“ dennoch in Liebe mit ihrem ursprünglichem Herrn verbunden und geht diesen Weg wegen ihm und für ihn.

Was ist eine O? Unsere Definition …

Nimmt man sich das Buch zu Herzen, dann ist „O“ eine Frau, die in vollem Vertrauen zu ihrem Geliebten ihren Körper für jedwede sexuelle Handlung hergibt, die er für richtig hält. Und zwar unabhängig davon, ob nur ihr Geliebter alleine sie begehrt oder er ihren Körper anderen Herren zur Verfügung stellt. Dabei stellt sie keinerlei Bedingungen und keine Fragen. Im Buch ist zu lesen, dass sie jedoch sehr wohl sehr viele Fragen hat und einen inneren Kampf darüber führt, ob das denn alles so richtig ist. Darüber redet sie mit ihrem Geliebten auch recht ausführlich und er erklärt ihr letztendlich, dass alles gut ist und sie sich keine Sorgen zu machen braucht. Sie müssen nur vertrauen und mehr nicht.

Nun gut, das ist eine echte Kurzfassung. Die Empfehlung ist in jedem Fall das Buch zu lesen und nicht den Film anzusehen, zumindest in dieser Reihenfolge vorzugehen, wenn man den Film sehen will. Denn der Film geht nicht ganz so intensiv auf die inneren Konflikte der „O“ ein.

Eine Frau wird nicht als „O“ geboren. Sie hat vielleicht Phantasien und die modernen Medien ermöglichen bereits in früher Pubertät eine Grundorientierung. Dies kann aber auch grundsätzlich in jeder Lebensphase aufkommen. Ich denke auch nicht, dass eine Frau, die das Buch gelesen hat, auch gleich sämtliche Aspekte des Buches ausleben möchte. Aber wie dem auch sei, sie benötigt dazu einen Partner. Einen Dom. Einen Sir. Einen Master. Einen Herrn. Ohne den Mann, der sie sexuell dominieren will, und zwar ganz konkret sie, wird sie keine Erfüllung finden. Und auch der Mann, der sexuell dominieren will, braucht eine Frau, die sich sexuell dominieren lassen möchte. Ohne die Sub ist der Dom wertlos und vice versa.

Ich glaube auch nicht, dass jede BDSM-Beziehung gleich mit der Zielrichtung startet, dass der Mann seine Frau zu einer „O“ machen möchte. Eine D/s-Beziehung muss wachsen und baut auf Vertrauen zueinander auf. Deswegen ist es auch gerade für mich sehr wichtig, dass egal, wie lange eine Frau bereits im BDSM-„Geschäft“ als Devote ist, sie ist immer ein unbeschriebenes Blatt. Das ist bei normalem Sex übrigens auch der Fall. Die Technik hat man drauf – jeder kann ficken. Nur gilt es immer neu herauszufinden, welche besonderen Knöpfe man zu drücken hat, damit aus Sex guter Sex wird.

Wenn man sich nun einige BDSM-Webseiten anschaut, dann kommt einem gleich der blanke Horror entgegen, was Menschen sich so antun können. Für eine BDSM-Einsteigerin (Zielgruppe!) ist das völlige Überforderung. Und eventuell sogar damit die Entscheidung, es gleich ganz bleiben zu lassen. Brüste abbinden und Gewichte an Schamlippen sind halt nicht gleich zu Anfang der Bringer. Will ein Mann eine Frau zu (s)einer „O“ machen, dann muss er sehr behutsam mit ihr vorgehen und mit ihr über das, was er vorhat kommunizieren. Dinge erklären und Bedenken ausräumen. Obgleich, nun ganz Frau, Bedenken können niemals völlig ausgeräumt werden, aber das Vertrauen in den Mann obsiegt den Gedankenkreiseln. Und das ist der Punkt. „Vertraue einem Mann, der alles mit Dir machen könnte. Und vertraue darauf, dass er es nicht tut.“

Zunächst wird sich eine Frau sicher gerne kleineren Experimenten hingeben. Augenbinde, leichte Fesselungen reichen oftmals schon für eine lange Zeit aus, um die sexuelle Lust und Gier vielleicht überhaupt erstmal zu wecken und dann im weiteren Verlauf, Lust auf mehr zu bekommen. Es geht darum, den Geist der Frau zu erobern. Sie muss sich fallen lassen können und das geht nur dann, wenn sie sich nicht überanstrengt fühlt. Ihr ist es wichtig, dass der Mann die Zügel in der Hand hält, dass sie sexuell nichts entscheiden muss. Der Mann dient und bedient (sich) gleichzeitig an ihr.

Die „O“ wird häufig dargestellt als Frau, die extreme Schmerzen und Erniedrigungen über sich ergehen lassen muss. Es soll Männer geben, die genau das wollen. Eine Frau, die als willenloses, devotes Bückstück in eine Herrenrunde geworfen wird, wo sie ohne jegliches Mitspracherecht alles über sich ergehen lassen muss. Den Mann erregt dies sehr und bei der passenden Frau wird auch dem werten Leser klar sein, dass sie für ihren Mann in diese Rolle schlüpft. Die anderen Männer sind ihr schnurzpieps. Solche „O“-Gangbangs sind keine Swingerparty.

Allerdings gibt es Männer, die eine „O“ nur dafür haben wollen, dass sie ihre sadistischen Neigungen an ihr ausleben können, und wenn die Frau masochistisch ist, dann bitte – Warum nicht.

Allerdings wird ein dominanter Mann mit einer masochistischen Frau ebenso wenig anfangen können, wie ein sadistischer Mann mit einer devoten Frau.